Das Christusbild, der Teufel und die (Atom-)Spaltung

Orodara, Mittwoch, 16.12.2015, 11:15 (vor 3704 Tagen) @ nereus5174 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 16.12.2015, 11:23

Hallo nereus!

Bei der Interpretation/Auslegung/Exegese sollte man aber große Vorsicht
walten lassen, weil hier nur Spekulation auf Spekulation getürmt werden dürfte.
Was genau vor 2.000 Jahren geschah, werden wir nicht in Erfahrung bringen können.

Wie richtig! Man muß nicht jedes Geheimnis enthüllen und nicht jedes schöne, sinnige Mysterium zerpflücken. Man darf sich daran freuen, und es ist für mich eins der schönsten Geschenke im Leben, weil es Hoffnung gibt und uns mit der übergeordneten Welt, in die wir eingebettet sind, verbindet und uns ins Paradies und zu Gott führt. Aber die Leute kaufen zu Weihnachten wie angestochen Sonnen-Gold und Himmels-Edelsteine als Ersatz dafür, im Paradies zu sein, zu Gott finden und die (Sphären-)Harmonie um sich herum zu spüren und zu leben. Aber das fängt innen an.

Inwiefern die gnostischen Texte hier Aufklärung bringen oder noch mehr
Verwirrung stiften, kann nicht sicher bewertet werden.
Jeder interpretiert die Dinge so, wie sie ihm am besten gefallen.
Unter diesem Aspekt war es sogar sinnvoll von den Kirchenvätern bei der
Gestaltung der Bibel den „Stall der Dokumente auszumisten“, denn genau
diese vielfältigen Interpretationsweisen sorgten nicht für Einheit
sondern für Spaltung des verfolgten Christentums.
Elaine Pagel hat das z.B. in ihrem Buch „Das Geheimnis des fünften
Evangeliums“ recht anschaulich geschildert

Immer wird alles nur gespalten... Ich dachte, die Atomspaltung wäre das Ende, aber jetzt wird uns sogar noch das Christuskind gespalten. Das nenne ich Blasphemie, einen geschickten, schön unauffälligen Angriff des Teufels, so richtig von hinten durch die Faust ins Auge!

Daher wäre ich bei den 2 Knaben und ihrer späteren „Vereinigung“ etwas zurückhaltender.

Bin ich einer, zwei oder gar viele?

Will der Verfasser des Artikels die Leute schizophren machen? Es klingt danach:

"Es drängt sich also der Eindruck auf, dass zwei ganz verschiedene Menschen, eine wie paradiesisch reine, von großer liebevoller Innigkeit erfüllte Persönlichkeit und eine andere mit großer Erkenntniskraft und Weisheitsfülle ausgestattet, ausersehen waren, nacheinander den Leib und die Seele desjenigen Menschen aufzubauen und vorzubereiten, der das bestmögliche irdische Instrument für das göttliche Christuswesen abgeben konnte. Es konnte wohl nur ein Mensch der Träger des Christus sein, der zugleich ganz reines Kind und vollendeter Weiser war."

Man sieht, diese Anschauung ist ein echter Holzweg, eine Einflüsterung. Warum kann nicht ein Mensch solche guten Eigenschaften haben? Zumal die Bibel uns genau das lehrt: Jeder darf diese guten Eigenschaften in sich entwickeln, und zwar nicht nur ein paar, sondern alle bzw. so viel er will.
Beim Teufel sagen sie komischerweise nicht, er wäre zwei Personen.[[zigarre]] Obwohl es viele Teufelchen gibt. Aber das ist alles einer! Wie soll auch der halbe Mensch oder ein Splitter von ihm ins Pardies eingehen? Vielleicht werden wir ja deshalb durch (Atom-)Spaltung zertrümmert!?

Das Prinzip der Spaltung - Atomspaltung, "Teile und herrsche!", Trennung allerorten, vor allem in Arbeit, Familie, Politik -, während im Paradies Vereinigung herrscht (der Sozialismus und Kommunismus haben die Idee leider falsch verstanden).

Unterm Strich ist es meiner Ansicht auch belanglos, wie die Kindheit
verbracht wurde oder ob seine Ahnenkette sich sauber rückverfolgen läßt.
Sein Reich ist eh nicht von dieser Welt. [[zwinker]]

Im Physikunterricht fragte man uns, wie denn das virtuelle Bild ins Fernrohr paßt![[top]]

Die Evangelien schildern auch nicht wie Jesus aussah, ob er dick oder
dünn, groß oder klein war usw., denn das ist nebensächlich wenn es um
die Inhalte seiner Botschaften geht.

Dafür sind heute viele Kaiser nackt.[[zwinker]]

Die Idee der Juden und Muslime sich kein Bild von Gott zu machen, hat
schon was, weil sobald das Bild in der Welt ist, die endlosen Diskussion
beginnen und von dem wegführen worum es eigentlich geht.

Von denen kann man sowieso so einiges lernen. Wir Europäer sind viel zu arrogant und werden dann geistig fett statt klug.[[freude]]

Ich bin nicht zwei, sondern eine/r. Wer, das darf ich nicht verraten, denn das erkenne jeder selbst. Aber deshalb sind wir im Tod alle gleich...

viele Grüße
Orodara


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