Meine Lösung ist immer…
Servus Dieter,
gehe (fast) konform, kann Dich aber sehr gut verstehen. Wie ist Deine
Lösung für Dich selbst, Deine Familie? Gruß S.
Hallo,
meine Lösung ist immer, möglichst variabel reagieren zu können.
Es folgt eine längere Erklärung:
Wenn ich Entwicklungen wahrnehme, die mir nicht gefallen, egal ob früher als Unternehmer oder jetzt als quasi Privatier, also jemand der nur noch für sich arbeitet, ist mein Bestreben Alternativen zu entwickeln, besser nicht nur eine, sondern möglichst viele.
Meine derzeitigen Alternativen:
a) wenn alles gut wird und die Probleme sich zerstreuen, bleibe ich in Deutschland in unserem kleinen Ort in NRW und genieße das Leben, baue für diesen Fall gerade eigenhändig ein altersgerechtes Haus, welches auch als Alters-WG im Verbund mit anliegenden Wohneinheiten und Gesellschaftsräumen geeignet wäre.
b) ich war gewohnt, mein Umfeld zu beobachten und habe vor Jahren schon auf negative Entwicklungen innerhalb der BRD reagiert und mir für den Fall einer plötzlichen Flucht ein autarkes WoMo gebaut mit viel Stauraum, Werkzeugen, etc. usw., usw. sodaß ich je nach Situation in einem anderen Land-Umgebung zumindest den Versuch einer Zuflucht finden kann, egal ob nord, süd, ost, west.
c) habe mir ein alternatives Land gesucht, welches mir als Zufluchtsort aus rationalen Gründen am geeignetsten schien, dort eine karge Lebensgrundlage parallel zur deutschen incl. soz. Umfeld versucht aufzubauen. Inwieweit es im Ernstfall Früchte trägt, kann ich erst beantworten, wenn es ernst werden sollte. Dort wäre auch Platz für die ganze Familie.
d) innerhalb meiner Familie (sehr viele Geschwister) sind noch weitere Alternativen möglich, zumal ein Familiengeist vorhanden ist, also so etwas wie "Einer für alle und alle für einen." Dann halt jeder nach seinen Möglichkeiten. Ich denke, daß wir da auch ganz normal sind, so wie viele Ostdeutsche Vertriebenenfamilien, die mittellos im Nachkriegsdeutschland ankamen und dort nicht gerade freundlich empfangen wurden.
Anhand der weiteren Entwicklungen innerhalb der BRD und Europas wäge ich halt ab. Meine kleinen Firmen habe ich längst aufgelöst, weil ich das Zu-Arbeiten für dieses System für unsinnig halte.
(Geldverdienen war mir übrigens noch nie wichtig, habe meine Freude an der Arbeit eher aus der Zufriedenheit der Kunden und der Kreativität und Qualität der erbrachten Leistung gezogen. Habe sogar öfter keine Rechnungen geschrieben, weil ich wenig Lust dazu hatte.)
Noch bin ich überwiegend in der BRD zuhause, hätte aber nicht das geringste Problem, mich innerlich und äußerlich zu lösen und einer der dargestellten Alternativen anzunehmen oder eine meiner Geschwister.
Und vielleicht sind wir dann sogar glücklicher und es bedurfte nur eines kleinen Anstoßes, dieses neue Glück zu ergreifen. Veränderung birgt immer die Chance zu Positivem.
Hätte ich derzeit noch kleine oder schulpflichtige Kinder, würde ich vermutlich sofort aus der BRD abhauen. Dabei muß es nicht unbedingt derzeit im Zielland besser laufen, es reicht, wenn die Perspektiven in eine andere Richtung gehen.
Wenn wir in der BRD zur Zeit auf einer Skala bei 70 sind und würden uns gen 60 bewegen, dann würden wir mehr leiden als wenn wir in einem Land wären, welches derzeit auf Skala 35 ist, aber sich Richtung 50 bewegt.
halt die alte Betrachtung: Glas halb voll oder halb leer.
Gruß Dieter