Sorgenvolle Beobachtungen
Sich Sorgen machen ist eine Vorstufe der Angst, das mag sein.
Wir stehen am Anfang von Entwicklungen, die kaum jemand einschätzen kann. Ich gebe nicht viel auf das ein, was in der Presse als Hurra-Propaganda verkauft wird, ebensowenig auf Hetzaufrufe, egal in welcher Weise.
Als bisher stiller Beobachter möchte ich einige Fälle berichten, die ich aus erster Hand von einer mir nahestehenden Person erfuhr. Diese Person, native Araberin, ist seit einigen Jahrzehnten in D und bestens integriert (Familie & Arbeitsplatz). Seit drei Monaten ist sie als ehrenamtliche Übersetzerin sehr engagiert.
Was sie allerdings in dieser Zeit mit den Ankömmlingen so alles erlebt hat, ist schon starker Tobak.
- als erstes fiel ihr auf, dass viele Ankömmlinge bereits bei der Ankunft mit den neuesten Handys/Tablets ausgestattet waren, oder kurz darauf welche hatten!
- einige Mütter kleiner Kinder oder Babys lehnten es ab, (gute) gebrauchte Sachen zu nehmen.
- in einem Fall hatte eine Frau nach kurzer Zeit in der für sie eingerichteten Wohnung einen 55-Zoll 3D Fernseher - angeblich von einem Cousin, der anderen Orts in D lebt!
- ein Ägypter hatte die ihm bezahlte Wohnung untervermietet und wohnte bei seiner Freundin (ebenfalls aus Immigrantin mit Kindern aus Ägypten) in deren Sozialwohnung.
- ein Syrier, der ein wenig Englisch spricht, besserte sich seine "kärglichen" Sozialzuwendungen durch einen "Nebenjob" in einer Pizzeria auf. Stundenlohn: 1 €!!!!
- ein syrisches Ehepaar kam über die Türkei und Ungarn nach D. Er war Lehrer, sie hatte eine Arbeit in einem kl. Laden. Sie beschlossen, ihr Haus zu verkaufen und hierher zu kommen, weil ihre beiden kl. Kinder hier eine bessere Zukunft haben!
- ein Kurde kam mit seiner Tochter nach D (seine Frau blieb zurück), weil diese hier Medizin studieren will.
Das sind bei Weitem noch nicht alle Erlebnisse aus der kurzen Ehrenamtszeit. Vorläufig kann ich jedoch sagen, die betroffenen Mitarbeiter bei Behörden, Ämtern und Gemeinden sind total überfordert; sprachlich, organisatorisch, oft psychisch. Ohne ehrenamtliche Hilfe wäre es Chaos pur. Allerdings ist zu beobachten, wie auf der untersten Ebene "Karrieristen" aus ihren Löchern gekrochen kommen und sich Vorteile - sprich Posten/Pöstchen - davon versprechen. Sehr engagiert sind oft ältere gutsituierte Damen mit kirchlichem Hintergrund.
Durch einige Gespräche mit Syrern (die meine Bekannte dolmetschte) wurde schnell klar, dass die Leute dort genau wissen, wer für die militanten Auseinandersetzungen verantwortlich ist: USreal, wie es hier oft genannt wird.
Abschließend noch eine persönliche Beobachtung: vor ca. 2 Jahren wurden ein paar Straßen weiter zwei jahrelang leerstehende Mehrfamilienhäuser von einem arabisch spr. "Immoblienmakler" aus Düsseldorf gekauft. Diese wurden dann von bulgarischen/rumänischen Bauarbeitertrupps auf Vordermann gebracht. In beiden Häusern ist seit dem je eine Wohnung fest belegt (Syrer). Turnusmäßig stehen wochenlang die verschiedensten Mietfahrzeuge (vorwiegend MB, BMW, Audi) wochenlang vor den Häusern. Das geht einige Zeit, dann sind die Gruppen wieder verschwunden und nur die "Hausmeister" bleiben dort weiterhin wohnen. Seltsam. Möge sich jeder selbst seinen Reim drauf machen.
Noch etwas: Es geht mir weder darum zu denunzieren oder zu hetzen (ich kann die Beweggründe der Menschen durchaus nachvollziehen); es sind lediglich sorgenvolle Beobachtungen der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Lage, wobei ich aus obiger Quelle weiß, das so mancher Ankömmling unter dem Strich mehr Geld monatlich zur Verfügung hat, als so mancher einheimische Hamsterradläufer. Das ist kein Neid, sondern eine Diskriminierung der arbeitenden Bevölkerung und der Menschen, die diese Land finanziert und aufgebaut haben. Mir geht es finanziell (noch) zufriedenstellend und ich überlege ernsthaft, ob der voraussichtlichen Entwicklungen (nicht nur demographisch) in ein anders Land umzusiedeln. Nur wohin?
Nachdenkliche Grüße Erwin