Das halte ich für eine Rationalisierung
Kriege, Missernten, Seuchen hat jede Kultur.
Es ist ja gerade das Kennzeichen einer Hochkultur, dass sie damit umgehen kann.
Unsere z.B. Die Zahl der Kriege, Missernten, Hungersnöte der abendländischen Kultur ist unendlich, die Pest hatte die Hälfte bis 2/3 der Bevölkerung ausgelöscht - der Kultur hat es nicht geschadet.
Dass ein EMP die Stromversorgung der Azteken lahmgelegt hat, bezweifle ich
nämlich irgendwie.
Woher weißt du das?
Versuch du doch mal, eine ägyptische Pyramide aufzubauen ohne Strom
Seltsamerweise scheinen Kulturen auch Ereignisse, welche den Untergang aller bewirken, zu vermeiden.
Auch da ist wieder die westliche Zivilisation ein Beispiel:
In WK I wurde erstmals Giftgas eingesetzt.
In WK II hatten alle Giftgas, sogar sehr viel wirksamer als alle in WK I eingesetzten Giftgase, ein umfasssender Einsatz hätte den sofortigen Untergang der Zivilisation zur Folge gehabt.
Eingesetzt hat es niemand.
In WK II wurden erstmals Nuklearwaffen eingesetzt.
Heute sind auf dem Planeten genügend Nuklearwaffen, um den sofortigen Untergang aller Zivilisationen auszulösen - nur, eingesetzt hat sie niemand.
Deswegen vermute ich, auch bei den untergegangenen Hochkulturen, dass irgendetwas geschehen ist außerhalb ihres Erfahrungshorizontes, dem sie nichts entgegenzusetzen hatten.
Außerhalb des Erfahrungshorizontes bedeutet auch, dass man die Ereignisse nicht angemessen kommunizieren kann, sondern nur deuten als Eingriff oder Strafe der Götter.
Und wegen dieser mangelnden Kommunikationsfähigkeit wissen wir auch nicht, was damals passiert ist, sondern haben nur Sagen oder Religionen wie hier:
Könnte aber auch sein, dass Aliens hin und wieder vorbeischauen, mit
Grausen sehen, was sich für Gesellschaften etabliert haben, und kurzerhand
den Reboot auslösen.
Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc