Vorwarnzeiten: das kommt auf den EMP-Fall an ...
Naja, für den EMP-Fall ist klar, dass es nicht die Lösung ist.
Ich sage ja auch nie nicht, dass man wegen eines moeglichen EMP-Falles auf keinen Fall andere Vorsorge treffen soll.
Die Frage wäre, ob der so plötzlich eintritt, oder ob man Vorwarnzeit hat.
Eher keine Vorwarnzeit.
Wir muessen ja auch hier wieder zwei Faelle unterscheiden:
a) den durch eine Atombombe im erdnahen Weltraum verursachten EMP-Schock
und
b) den durch eine Sonnen-Protuberanz etc.
Fall a): Wenn Nordkorea oder der Iran oder eine der offiziellen Atommaechte es heimlich schaffen, die Bombe gaenzlich unbemerkt oder als harmlosen Wettersatelliten getarnt zu positionieren und dann zu zuenden, ist die Vorwarnzeit NULL. Wer sein Mobiltelefon nicht zufaellig schon in einem Faradayschen Kaefig hat, kommt zu spaet. Aber auch, wer es noch vorher -zufaellig- in der Keksdose verstaut hat, hat damit wenig Freude - denn das Netz ist unwiderruflich "tot". Taugt also noch als Briefbeschwerer. Computer dagegen, so sie ueberleben, koennen fuer all das, was man ohne Internet und externen Haus-Stromanschluss mit ihnen anfangen kann, weiterhin genutzt werden. Nostalgische Videos gucken z.B.
Selbst wenn eine Sonnen-Protuberanz b) rechtzeitig erkannt und in ihrer Richtung und Ausmass korrekt eingeschaetzt wird, bleiben, da es sich um eine Erkenntnis aufgrund eines Licht- oder sonstigen auf elektromagnetischen Wellen aufbauenden Teleskops handelt, genau acht Minuten von deren Entdeckung bis zum Eintreffen auf die Erdatmosphaere und das Erdmagnetfeld. Entfernung Erde/Sonne acht Lichtminuten. Und nein, anders als beim irdischen Wetter, kann man zwar eine Art "Sonnenwetterlage" vorherberechnen, aber nicht Uhrzeit und Richtung der Protuberanzen. Solche treten naemlich laufend auf, nur ist die Sonne eine Kugel, mit Ausbruechen in alle Richtungen, und die Erde nicht mal ein Stecknadelkopf. Nur die Trefferwahrscheinlichkeit ist also gering, nicht die Haeufigkeit. Die ist gross. Aber die Sonne ist schlecht im Zielen ...
Dass ueberhaupt jemand schnell genug "rafft", was da los ist, bezweifle ich. Dass dann alarmiert wird, erst recht. Dass jemand, der sich gerade auf der Arbeit befindet, im Berufsverkehr steckt, oder sich zuhause ein Schnitzel braet und nicht laufend Nachrichten hoert, rechtzeitig etwas mitkriegt, halte ich fuer so unrealistisch, dass ich den Begriff "ausgeschlossen" hier gerne zur Verdeutlichung verwende.
Entweder die Anlagen sind immer gehaertet oder es ist -"fuer immer"- aus.
Das ist bei einer Springflut anders. Die Mond/Sonne-Konstellation kann man auf mehrere tausend Jahre exakt vorher prognostizieren und extreme Wetterereignisse mindestens Stunden, oft Tage, vorhersehen. Auch bei einem Tsunami ist die Vorwarnzeit i.d.R. laenger. Und: das betrifft nur die unmittelbare Kueste. Und nur einen kleinen Teil einer Gesamt-Kueste. Alles nicht vergleichbar.
Diese "EMP"-Ereignisse spielen in einer anderen Liga. Davon rede ich hier seit ca. 2011 ...
In offene Stromkreise werden zwar hohe Spannungen induziert, Strom fließt aber nicht viel.
Da waere ich mir auch nicht so sicher. Der sowjetische Test 184 "The geomagnetic storm–like E3 pulse from Test 184 induced a current surge in a long underground power line that caused a fire in the power plant in the city of Karaganda." Die Weltraum-Zuendung fackelte eine unterirdische Starkstromleitung ab und setzte ein Kraftwerk in Brand.
Vgl. auch NEMP und NNEMP.
Es kommt auf die "Laenge der Spule" an. Wer ueberall, alle paar Meter, seinen Stromkreis unterbricht, hat natuerlich weniger zu befuerchten.
Mit Vorwarnung ginge also die Variante abklemmen (offene Leitungen) und eine Eisenblechplatte drüber, was die Panele betrifft.
Ja, mach' das mal bei Sturm ... Schnee und Eis. Nachts um vier Uhr aus dem Tiefschlaf. "Chef, ich muss mal nach Hause" usw. usf.
Nicht alles, was theoretisch moeglich ist, ist auch realistisch. Meine Meinung.
Dazu vielleicht noch Ersatzwechselrichter, Laderegler und Lampen im Stahlschrank. Da wäre man recht zügig wieder versorgt. Und mit Glück triffts einen ja auch nachts
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Es könnte so sein, muss aber nicht.
Danke. Ja, ich weiss, wenn einer warnt, und die Abwehr gegen die aufgezeigten Gefahren Geld und Anstrengung kostet, moechten die Leute am liebsten, dass man fuer seine Warnung auch noch eine Gewaehr des Eintretens uebernimmt und dann die Kosten fuer die Abschirmung zahlt, wenn es nicht eintritt.
Ich sehe meine Aufgabe schon erledigt, wenn wenigstens einer, der es ohne mich nicht gewusst haette, selbst und womoeglich mit seiner Familie, ueberlebt. Wer kann schon ehrlich sagen, er habe konkrete Leben gerettet. Ich ein paar Mal, auch wenn ich mich, u.a. von einer Firma, die einen stationaeren Oeltank aufschweissen wollte, der dann prompt explodiert ist, als Spinner beschimpfen lassen musste. Immerhin hat meine Warnung dafuer gesorgt, dass die kleinen Soehne des Hausbesitzers nicht dabei standen, als es knallte. Und ein paar solche Stories mehr. Leider nicht immer werde ich erhoert.
Dass viele (die meisten?) Blitzableiter eher zu Stromschlaegen und Braenden beitragen, dazu sage ich schon seit Jahrzehnten nix mehr ...
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English
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