Du hast recht; aber wovon du redest, das ist kein Notfall. Der kommt erst noch.
Mein „Krisenszenario“ geht eher in folgende Richtung:
* unregelmäßige Stromausfälle
Wie in USA.
* Preiserhöhungen bei den gesamten Kommunalgebühren
z.B. Erhöhung der Stromkosten, der Wassergebühren, der Abfallgebühren,
der Schmutzwassergebühren, der Niederschlagswassergebühren, der
GEZ-Gebühren,etc. (da würde sich eine Abwasser/Wasser-Installation sowie
Solar/Wind lohnen um die Kosten zu drücken)
Ja, das wird die erste Lehre sein, wenn die Krise zuschlägt: Die Leute werden feststellen, dass sie ohne weiteres in jedem Bereich mit einem Bruchteil dessen auskommen - inkl. Nahrung! - was sie bisher unbedingt zu brauchen meinten
* Preiserhöhungen lebensnotwendiger Produkte (Lebensmittel)
Ja.
und Dienstleistungen (Reparaturen).
Nein.
Es sei denn, du meinst lebensnotwendige medizinische Dienstleistungen.
Und auch die werden nicht teurer, sondern erst dann erbracht, wenn du zusätzlich zu deiner Gesundheitskarte noch Bares rüberschiebst.
Wenn Bares nicht mehr geht, weil alles nur noch über Konto, kann es gut sein, dass der Doc dir zunächst eine Einkaufsliste überreicht, was du ihm zuerst zu besorgen hättest, auf dein Konto natürlich, bevor er mit der OP beginnt.
Alle anderen Reparaturen werden billiger, weil wir uns in der Defla befinden und die Leute immer weniger Geld haben.
Eine Infla wird nur vorgetäuscht dadurch, dass die EZB jede Menge Geld druckt, dieses Geld aber erreicht die Endverbraucher nicht.
Das Thema „Wasser“ schlägt für EFHs mit Garten erheblich zu Buche,
denn der Regenwasseranteil wird nach der gesamten Dachfläche berechnet und
das Brauchwasser wird anhand des benutzen Frischwassers berechnet. Jeder
Liter verbrauchten Wassers (Gartenbewässerung bei Hitzeperioden) muss also
doppelt bezahlt werden.Insofern würde ich an erster Stelle versuchen, mich in Bezug auf
Langzeitprojekte auf solche „Probleme“ einzustellen. Zudem würde ich
empfehlen, den gesamten Haushalt auf Energieverschwendung durchzuschauen.
z. B. Die Kühl-Gefrier-Kombination nicht unbedingt nehmen dem Herd oder
dem Backofen zu platzieren und schauen, welche Gefrierprodukte „man“
durch frische oder getrocknete Produkte und „kochen“ ersetzen kann.
Auch sieht es für mich derzeit so aus, dass man auch auf geringem Raum im
Selbstanbau gewisse schnell wachsende Sorten (Salat, Kräuter, Gemüse,
Sprotten etc.) ziehen kann um wenigstens gewisse Vitamine und Mineralien
frisch zu bekommen.Was den tatsächlichen Stromausfall betrifft, so schlage ich folgendes
vor:eine oder zwei kleine oder mittlere Gel-Batterie ins Haus holen (ab unter
100 Euro)
Spannungswandler (ggf. Sinus-Spannungswandler wenn empfindliche Geräte)
Batterieladegerät
LED-Birnen und Niedrig-Watt-LEDs
ggf. auch preiswerten Generator zum Laden der Batterie
Gaskocher/Gaskochplatte (mit Flasche oder Campingkocher mit Kartuschen)
Wassertank für Frischwasser(mehrere 20 l Tanks oder 60 l je nach Platz)
Regenwassertank
Ggf. 12 v Tauchpumpe zum bequemen Entleeren der Tanks (Kosten ca. 20 €)
Heizungsersatz (z.B. Ofen, Kamin, Petroleumofen)Die Gel-Batterien kann man ganz unproblematisch überall im Haushalt
unterstellen und mit einem Spannungswandler sogar normale Gerätschaften
benutze (Licht, Computer aufladen etc.) . Beschäftigen sollte man sich
allerdings damit, wieviel STROM für die diversen Aktivitäten benötigt
wird. So eine Batterie ist sehr schnell leer, wenn man sich nicht vorher
damit beschäftigt und auch sehr schnell kaputt, wenn man sie nicht
„gut“ behandelt. Informationen darüber gibt es im Internet mehr als
genug.
Jau, alles prima.
Also so etwas wie ein Erste-Hilfe-Kasten für den Notfall.
Bei einem echten Notfall hilft dir dein Erste-Hilfe Tornister überhaupt nichts, außer dass er dir die Illusion vorspiegelt, du könntest irgend etwas bewirken, bis die professionellen Nothelfer kommen.
Und denen bleibt bei einem echten Notfall meist auch nur übrig, die Toten abzutransportieren --> außer Sichtweite zu bringen, weil das ist für die geschockten Überlebenden nicht sonderlich förderlich, wenn sie sich das alles noch ansehen müssen.
Und deine Krisenmaßnahmen helfen auch nur in Erwartung des Eintreffens professioneller Nothelfer, ansonsten sind sie - so leid es mir tut - eher kontraproduktiv und gefährden dich.
Ich schildere kurz, was ein echter Notfall ist beim Stromausfall.
Ein echter Notfall unterscheidet sich nämlich dadurch:
Da kommen keine professionellen Helfer mehr - niemals wieder.
1. Wen du Glück hast, dann wirst du die ersten paar Stunden über Notstromaggregate oder Batterien noch Nachrichten empfangen können.
Erwarte nicht, darin brauchbare Informationen zu erhalten, bzw. eine Schilderung des tatsächlichen Umfangs des Desasters.
Nach wenigen Stunden werden diese Informationen ausbleiben.
Die einzigen, welche noch Nachrichten erhalten, werden bestimmte Ordnungskräfte sein (BW, THW, Polizei, Behördeninterne Ärzte und Pflegepersonal.
Auch die erhalten keine korrekten Informationen, sondern allenfalls Anweisungen, wie sie sich gegen die Bevölkerung schützen und die Berechtigung und Aufforderung, im Bedarfsfalle unverzüglich von ihrer Dienstwaffe Gebrauch zu machen.
3. Dann werden auch diese Informatinsstränge aufhören. Polizei, BW, THW sind mittlerweile verbunkert bzw. haben Vorratslager besetzt. Niemand informiert die Bevölkerung.
4. Dann entschließt man sich Fahrradkuriere loszusenden, um Nachrichten einzuholen, was eigentlich passiert ist. Ergebnislos. Niemand gibt Informationen raus.
5. Spätestens ab diesem Moment schreiten die Fitteren zur Selbsthilfe. Prädestinierte Opfer sind alle diejenigen, die noch Strom und/oder Lebensmittel haben.
Es herrscht das Gesetz des Dschungels.
6. Es bilden sich bewaffnete Gruppen mit dem Zeil, die Vorratslager zu erobern.Dort ist die Situation desolat - nicht etwa, wegen Mangel, es sind noch genügend Vorräte da für die wenigen, welche diese Lager besetzt halten - sondern aus dem Grunde, weil es trotz aller Bemühungen nicht gelungen ist, Kontakte zu höheren befehlsberechtigten Dienststellen aufzubauen.
7. Diese desolate Lage führt zu nicht vorhersagbaren Verhalten.
Einige werden die anrückende Bevölkerung einfach niederknallen, worauf sie in der Folge genau so weit sind wie vordem: Was nun?
8. Einige werden die Vorräte aufteilen, worauf sie in der Folge genau so weit sind wie vordem: Was nun?
9. Und jetzt beginnt das Große Sterben.
Eine Frage hätte ich noch an dich: Was willst du in diesem Fall mit deinen Gelbatterien und deinen gesammelten Internetinfos, nachdem dein PC bereits seit Wochen mangels Strom nicht mehr gebootet werden kann?
Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc