Nur Postulate - Und noch einmal: Wo sind Deine Sachen, wenn Du sie verlässt

azur, Samstag, 27.06.2015, 03:00 (vor 3859 Tagen) @ nemo6305 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 27.06.2015, 03:04

Du wiederholst nur Deine Postulate und gehst auf Fragen leider nicht ein.

Der Baum existiert nur in Deiner Wirklichkeit als Baum.

Nein, Dinge exisiteren weiter, auch wenn ich sie nicht wahrnehme.

Hat Dich ja gefragt, ob Dein Zimmer verschwände, wenn Du es verlässt und verreist. Und wo es dann ggfs. wieder her käme.
Antwort: Keine.

Die Bäume hier vor meienm Fenster existieren nicht nur in meiner Wirklichkeit, also dem was ich wahrnehme, sondern auch in der anderer Menschen. Sogar wenn alle achtungslos oder in dunkelstert Nacht daran vorbei gingen, oder gar keiner daran vorbeigeht: Sie sind da und wirklich.

Unabhängig von Dir oder mir, existiert der Baum für sich
selbst in einer für uns unbegreiflichen Wirklichkeit.

Ach nun doch anders: Es sei doch wirklich, aber in einer "unbegreiflichen Wirklichkeit"... Naja...

Nein, die ist einfach wirklich da. Es ist keine reine Phantasie, sondern der Baum exitiert in der Wirklichkeit. Die Wahrnehmung des Wirklichen differiert: Keine Frage. Menschen nehmen unterschiedlich war (auch bei Tag und Nacht unterschiedlich, abhängig von auch von Sehfähigkeit, Müdigkeit, Ablenkungen), ganz zu schweigen von z. B. Tieren, die anderes hören, sehen oder riechen können: Dei Fledermaus nimmt die Wirklichkeit anders wahr als wir Menschen die selbe Wirklichkeit erleben.


Die Wirklichkeit, die wir erfinden, phantasieren oder was
auch immer, existiert nur innerhalb unserer selbst.

Nun sprichtst Du von "erfinden, phantasieren oder was auch immer" - womit Du offenbar nicht die einfach Wahrnehmung des schlicht Vorhandenen meinst. Also meinst Du Dich schon wieder von Deinem kategorischen Postulat abgrenzen zu müssen, wonach es keine Wirklichkeit außerhalb Deiner Wahrnehmung gibt.

Sie
hat mit der Wirklichkeit des Baumes nichts zu tun.

Was?!

Deine z. B. Wahnehmung von einem Baum hat nichts mit dem wahrgenommenen Baum zu tun?!


Für den Baum ist unsere Wirklichkeit völlig irrelevant bis
zu dem Augenblick, wo wir es für nötig halten, ihn zu fällen
und zu Bücherregalen zu verarbeiten.

Relevanz und Wirklichkeit sind doch nun wirklich nicht gleichsetzbar!

Der Baum und wie sind Teile der gleichen Welt in der gleichen Zeit.

Er ist wirklich, der Betrachter ist wirklich,.

So ist es mit allem. Wir geben den Dingen eine Wirklichkeit.

Nein, das ist bestenfalls eine der typisch menschlichen Überhöhungen.

Wir geben nicht den Dingen eine Wirklichkeit, besonders da nicht, wo wir nichts bewirken.

Die Welt, die Flora und Fauna existieren auch ganz ohne uns.

Wir nehmen etwas wahr, aber das ist es dann auch schon.

Und eben darum geht es ja: Übereinstimmung von etwas mit der Wirklichkeit, wo durch etwas wahr ist. Diese Qualität nennt sich auch Wahrheit, welche es eben gibt.

Ohne uns existieren die Dinge ebenfalls

Ja, was denn nun. Existieren sie "ebenfalls" "ohne uns"? Das ist doch, was hier diskutiert wird.

– nur eben nicht
in unserer Wirklichkeit.

Wie meinen? Sie existieren, aber "nur nicht in unserer Wirklichkeit"?

Mein Lieber, Du verstolperst Dich immer mehr.

Daher macht ein fallender Baum
auch kein Geräusch,

Dabei gehen Schallwellen aus, die ein Geräusch darstellen.

Ob das jemand hört oder nicht, ist völlig egal.

Es ist falsch zu behaupten, ein fallender Baum machte kein Geräusch.

wenn nicht ein Wesen in der Nähe ist,
das durch eine gewisse Evolution, Ohren entwickelt hätte,
um ein Geräusch wahrzunehmen.

Das ist eben leider absolut falsch. Der Prozess sendet Schallwellen aus, auch wenn sie niemand hört!

P.S. Es gibt auch ein anderes bekanntes ZEN-Rätsel, das diesen
Sachverhalt beleuchtet:

Du kennst das Geräusch von zwei klatschenden Händen.
Welches Geräusch erzeugt eine klatschende Hand?

Wenn man eine Antwort auf diese Frage findet, dann wird auch klar,
dass Wirklichkeit eine Frage der Phantasie/Vorstellung ist.

Unfug. Diesen Koan habe ich bereits vor Jahrzehnten lösen können (das ist ja eines für den Anfang) - und das ändert rein nichts daran, dass es eine Wirklichkeit außerhalb unserer Wahrnehmung gibt.

Viele freundliche Grüße

azur


PS: das Phänomen, wonach Beobachter beobachte Prozesse beeinflusst, ändert ebenfalls nichts an der Sache.

--
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