Die Sparquote "bei Nullzinserwartung" und 0% Inflation (edit.)
Hallöchen Onkel Jörg!
Bargeldabschaffung braucht man nicht mehr, um eine deflationäre Depression zu vermeiden!
Man kann das gleiche Ergebnis, einen nachhaltig funktionalen Debitismus, auch ohne solche Freiheitsverluste erreichen. Man sollte dazu nur bei der Altersvorsorge wieder komplett zurück zur Umlage (Blüm) und dauerhafte Nullzinserwartungen durch geänderte Refinanzierung der Banken schaffen.
Okay. Aber was wäre zu tun, wenn selbst bei "dauerhafter Nullzinserwartung" (durchschnittlich, bei Geldanlagen aller Art) die Netto-Sparquote immer noch zu hoch ist - sagen-wir-mal das 5-fache und mehr (wie jetzt ca. 10%) der BIP-Wachstumsrate - was ich ganz bestimmt erwarte, wenn die Infla.rate nahe bei 0% liegt und nicht weitere Maßnahmen ergriffen werden .. welche vor allem die extrem schiefe Einkommensverteilung betreffen (Median << Mittelwert).
Da hilft auch die umlagefinanzierte Rente wenig bis gar nichts. Es käme u.a. ganz entscheidend auf die Höhe der Mindestrente an, ob z.B. Angst vor Altersarmut weiterhin vorherrscht.
Ganz nebenbei löst die dafür nötige Kreditsteuer auch noch ein Grundproblem einer Gemeinschaftswährung – eine nationale oder sogar regionale Geldpolitik wird wieder möglich.
Wann und wozu eine Kreditsteuer (beim Giralgeld der GBanken?), und wie hoch? Denn, im heutigen Wi.system kann es keine hohe nachfrageinduzierte Inflation mehr geben .. es sei denn durch Panikkäufe beim starken Netto-Entsparen.
In so einem Fall sinkt aber die Kreditnachfrage sowieso (da der EK-Anteil bei Anschaffungen steigt) .. solange es eben panikartiges Netto-Entsparen gibt, welches ja aus Sorge vor bevorstehender Krise und massiver Geldentwertung entsteht. Wer nimmt da in einer solchen Situation unverändert Kredite auf .. etwa die Unternehmen?
Meiner Meinung nach muss die Netto-Sparquote stetig und langsam bis auf die Höhe der BIP-Wachstumsrate gesenkt werden.
Mit Gruß, Beo2