Heilfasten - eine Reise ins Ich

Olivia, Samstag, 09.05.2015, 07:20 (vor 3903 Tagen)6455 Views

Viel Erfahrung habe ich mit dem Heilfasten nicht. Eine spontane etwa 10-tägige Fastenkur habe ich vor vielen Jahren „wild“ im Urlaub gemacht und war erstaunt darüber, wie gut sich das anfühlte. Mein Mann wollte ursprünglich mitmachen, da es ihm aber nicht gut tat, brach er das Ganze schnell ab. Einige Jahre später buchte er eine Heilfastenkur in der Buchinger-Klinik und war sehr begeistert.

In den letzten Jahren erfuhr ich, dass es bereits Heilfastenkurse an verschiedenen Volkshochschulen gibt und etliche Menschen sich dieser Bewegung angeschlossen haben. Meine Schwester und eine Freundin fasten jährlich 14 Tage. Die eine macht das komplett in einem Kloster in Kroatien, die andere mit einer Gruppe, die die Abschlusstage in einem französischen Kloster verbringt.

Ich selbst habe mich noch nie einer Gruppe angeschlossen und war auch noch in keiner Fastenklinik. Vor zwei Jahren habe ich den ersten, privaten Fastenversuch ohne ärztliche Betreuung (als älterer Mensch) gestartet und war sehr gespannt, wie das ablaufen würde. Geplant waren 14 Tage – bei gutem Verlauf war eine Verlängerung auf 4 Wochen vorgesehen. Da das Fasten gut verlief, konnte ich es auf 4 Wochen verlängern.

WARUM FASTEN?

Die Gründe werden so vielfältig sein, wie die Menschen. Ich selbst habe den Eindruck, dass das Fasten mein Gehirn säubert und klärt, ich besser denken kann und mehr Energie habe. Es ist ein Reinigungsprozess. Er sollte von Ruhe und Stille begleitet werden. Bei mir ist aber der Schreibtisch voll und eine Reihe von unliebsamen Entscheidungen und Arbeiten, vor denen ich mich gerne drücken würde, warten. Ich hoffe, dass mir das Fasten hilft, diese Themen in Angriff zu nehmen, zu klären und abzuarbeiten.

BEGINN und ERSTER Tag

Gestern, am 8.5.2015 habe ich mit dem ersten Vorbereitungstag begonnen. Gekochter Reis und Obst. Kaffee natürlich auch. Den gönne ich mir die ersten beiden Tage weiterhin – allerdings reduziert. Der erste Tag verlief zufriedenstellend und ohne Probleme. Mein Kopf fühlt sich heute schon besser an.

ZWEITER TAG

Es regnet. Ich werde die Gummistiefel herausholen, den Hund nehmen und mit meiner Freundin zu einem Waldspaziergang starten. Danach wird Reis gekocht, ein paar Fastensäfte, etwas Gemüse und Bio-Bouillion-Würfel gekauft. Das dürfte für den Beginn reichen. Der Kaffee ist bereits getrunken. Bisher ist der Schreibtisch noch unberührt.

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