Ich finde nichts zu Drohnen in den Genfer Konventionen...
Von einer ernsthaften
politischen oder gar militärischen Reaktion der Regierungen
Afghanistans,
Pakistans oder Yemens auf Drohnenangriffe ist mir nichts bekannt.
Das stand aber in meinem Beitrag. Nicht gelesen oder absichtlich
ignoriert?
Leider stand davon nichts in Deinem Beitrag. Irgendwelche Statements eines Gerichts oder Verlautbarungen einzelner Ministerien sind natürlich keine ernsthafte Reaktion. Ernsthafte Reaktionen wären z.B. das Ausweisen des US-Botschafters, der Abbruch oder die deutliche Einschränkung diplomatischer Beziehungen oder gar eine Feststellung des Kriegszustands mit den USA. Nichts davon ist geschehen.
Ob die Zielempfehlung und/oder die Steuerung der Drohnen vom CIA
geleistet
wird, ist völkerrechtlich nach meiner Einschätzung komplett
unerheblich.
Der Jura-Professor Gary D. Solis (selbst sogar Vietnamkriegs-Veteran)
beruft sich auf die Verletzung der Genfer Konventionen, die schon etwas mit
dem Voelkerrecht zu tun haben. Ich denke, das hat schon mehr Gewicht als
Deine persoenliche Interpretation.
Wow - ein Professor. Und sogar ein Vietnamkriegs-Verteran. Das macht ihn natürlich zu einem Experten in Sachen Genfer Konvention. Ich warte immer noch auf eine Begründung, warum gerade Drohnenangriffe völkerrechtswidrig sein sollen aber z.B. die Bombardierung mit bemannten Luftfahrzeugen nicht. Vielleicht kannst Du auch noch so freundlich sein, eine Quelle zu nennen wo und warum Herr Professor Solis sich auf eine Verletzung der Genfer Konvention beruft. In welcher Angelegenheit eigentlich?
Die Drohnen tragen Hoheitsabzeichen der US-Streitkräfte und die letzte
Entscheidung über den Einsatz trifft der US-Präsident als Staats- und
Regierungschef sowie als Oberkommandierender der Streitkräfte.
Das ist nach Genfer Konvention unerheblich.
So? Tatsächlich? Warum kommst Du zu dieser Einschätzung? Dann begründe es bitte und liefere auch gleich die Fakten nach, die Deiner Meinung nach erheblich sein könnten.
Aber selbst mal unterstellt, die Zahlen wären zutreffend: Nach welchem
Kriterium kommt man zu der Einschätzung, dass 28 zivile Opfer hoch
sind
gemessen an der getöteten Zielperson?
Das Kriterium ist doch eindeutig: Jeder unschuldige, getoetete Zivilist
ist ein Toter zuviel. Die USA bestreiten nicht einmal, dass Zivilisten
getoetet werden. Und auch Pakistan bestaetigt offiziell Hunderte von
getoeteten Zivilisten. Die genauen Zahlen sind dann voellig unerheblich.
Wieviele Tote Zivilisten waeren denn nach Deiner Meinung akzeptabel?
Wenn Dein Kriterium, wonach jeder "unschuldige, getötete Zivilist" ein Toter zu viel ist, dann würde sich in der Konsequenz jede Form von Kriegsführung bzw. militärischer Gewalt verbieten. Das wäre sicherlich sehr schön, aber simples Durchblättern einer beliebigen Tageszeitung wird Dir zeigen, dass Dein Kriterium leider nicht mal ansatzweise gilt. In der Realität wohlgemerkt! Nicht in irgendeinem Wolkenkuckucksheim. BTW: Gibt es eigentlich in Deiner Denkwelt auch schuldige Zivilisten und unschuldige Militärs oder Terroristen? Oder warum machst Du diese Differenzierung bei Deinem Kriterium?