Henne-Ei-Problem

Leserzuschrift, Samstag, 11.04.2015, 14:22 (vor 3929 Tagen) @ Mephistopheles3236 Views

Hi Meph,

hat sensortimes dich besser verstanden als du dich selbst?
„Was @Mephistopheles sagen will, ist ganz klar:
Wenn der Abbruch des debitistischen Kettenbriefes droht, weil es nicht mehr möglich ist, durch entsprechend zugkräftige Innovationen genügend Leute zur Neuverschuldung zu animieren - dann wird mit aller Kraft versucht, die Zinsen nach unten zu drücken, um gegenzusteuern. Deswegen sinkende Zinsen in Japan und dann auch in USA und Europa. Seit 20 Jahren. „
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=350815

Oder bleibst du dabei:
„NEIN, das ist nicht so, sondern die ZBen müssen sich am Markt orientieren. Würden sie den Basiszinssatz zu niedrig ansetzen, würden die Nachfrage nach Krediten geradezu expoldieren. Bemerkst du was davon? Eine Inflation wäre die Folge. Würden Sie den Basiszinssatz zu hoch ansetzen (So wie es der damalige FED-Präsident Paul Volcker bewusst gemacht hat, um die Inflation zu brechen), dann würde die Nachfrage nach Krediten einbrechen.“

Letzteres ist eben nicht das Hauptproblem, das besteht in viel größerem Umfang durch drohenden Staatspleiten bei Zinserhöhungen, wie von InsideGuide richtig ausgeführt. Da nimmt man dann doch lieber private Eigentums- und Vermögensvernichtung über Minuszinsen in Kauf, selbst wenn die eine oder andere LV pleite geht bzw. übernommen werden muss (Macht-Konzentration war ja noch nie wirklich schlecht in diesem System).

Unsinnig ist dies von dir:
„Dieses Argument mit dem Verteilungsproblem ist in sich Quatsch. Wenn es nämlich ein Verteilungsproblem wäre, dann hätten das Geld dann nämlich diejeniigen, die der Masse das Geld abgenommen haben, und dann könnten diese mehr konsumieren (investieren). „: Das haben sie doch auch!
Wie sollen die schlaueren Investoren, die den dümmeren Immobilien und rohstoff-werthaltige Unternehmungen en masse abkaufen, dadurch konsumieren? Es ändert sich doch volkswirtschaftlich nix.
Und der dümmere Verkäufer versucht mit dem Gelderlös das Gleiche, im Ausland, oder in einer anderen Branche.

Nein, es bleibt dabei:
Entscheidend für Konsum ist in diesem westlichen System die (Um-?)Verteilung.
Nur dass dies leider in Konsequenz zu schnellerem Exitus bei den Ressourcen führt(Es gibt einfach zu viele von uns).

Aber dagegen haben sie ja ein probates Mittel: Krieg.
An Rande: Warren Buffet sagte wörtlich, das große Problem sei der Krieg Arm gegen Reich, den die Reichen begonnen haben. "Und wir werden siegen - ganz klar."
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Lieber Meph, ich vermute bei dir ein Henne-/Ei-Problem (Wer war zuerst da?)
Und obwohl mir der Vergleich „Navigationsproblem gegen Treibstoffmangel“ sehr gefällt, hinkt er wohl:
Kann es sein, dass der in gewaltigen Mengen vorhandene - weil aus Luft gezeugte - Sprit auf der Brücke landet, statt in den Tanks?

Gruß!webmax


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