Dafür gibts ganz klare Beweise.
Lorenz-Kurve, Ungleichverteilung beim Einkommen seit 100 Jahren, siehe hier:
http://www.oekonomenstimme.org/media/cache/2a/ed/2aedfb7ecaedcd81398e7d7a07b835c3.jpg
http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2011/08/einkommenszuwaechse-nur-fuer-die-reichen/
Daraus geht ganz eindeutig hervor, dass in der Phase der höchsten Innovationszunahme (etwa zwischen 1950 und 1985) die Ungleichverteilung am schwächsten ausgeprägt war, seither steigt sie rasch an. Das heißt also: Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer.
Während 1950 und 1985 gab es zB. am Sektor TONTRÄGER etwa 5 Paradigmenwechsel in der Technologie. Seither nicht mal mehr eine Einzige. Der Flash Recorder als Chip ist die ultimative Technologie, die nicht mehr zu "verbessern" ist. Sie hat gleichzeitig alle früheren Technologien verdrängt und hunderttausende Arbeitsplätze vernichtet. (Interessant ist außerdem, dass gerade dann, wenn eine neu gefundene Technologie sich als "untoppable" herausstellt, die Namen der Erfinder und Entwickler - im Unterschied zu früher - nicht einmal mehr ignoriert werden, und auch die Patente keine Beachtung mehr finden. So ein technologischer Durchbruch wird also von der Öffentlichkeit und den Medien nicht etwa gefeiert oder den Leuten in Einzelheiten erklärt, sondern vielmehr quasi "schamhaft verschwiegen". Ähnlich wie sich ein Dieb verhält, der erwischt worden ist. Das ist höchst interessant, und zeigt auch, mit welchen Leuten man es im Patent- und Rechtswesen es zu tun hat. Das nur nebenbei)...
Was @Mephistopheles sagen will, ist ganz klar:
Wenn der Abbruch des debitistischen Kettenbriefes droht, weil es nicht mehr möglich ist, durch entsprechend zugkräftige Innovationen genügend Leute zur Neuverschuldung zu animieren - dann wird mit aller Kraft versucht, die Zinsen nach unten zu drücken, um gegenzusteuern. Deswegen sinkende Zinsen in Japan und dann auch in USA und Europa. Seit 20 Jahren.