Sollen das "Innovationen" sein?

sensortimecom ⌂, Freitag, 10.04.2015, 22:26 (vor 3931 Tagen) @ Tyler Durden3216 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 11.04.2015, 12:41


Ich sehe nur "Innovationen" in der westlichen Konsumwelt. Jedes halbe Jahr
ein neues Smartphone, immer größere Autos, innovative Küchen, moderne
Möbel, Flugreisen, vitalisierende Körperpflege, Wellnessurlaub, mentales
Coaching, Kindertagsstätten, Studiengebühren, erneuerbare Energien,
Wärmedämmung, geplante Obsoleszenz, Luxusjachten. Da könnte man endlos
weitermachen. Alles "Innovationen", die letztendlich dazu da sind, die
Menschen zum Geldausgeben bzw. zur Kreditaufnahme zu bewegen. Also wir
innovieren was das Zeug hält.

Das sind keine Innovationen im eigentlichen Sinn. Die moderne Technik erforscht und erfindet nicht. Sie "komponiert" höchstens. Sie nimmt ein GPS-Feature, das es schon vor 15 Jahren auf einem Navigationsgerät gab, und pflanzt es in ein Smartphone. Dasselbe tut es mit Camcorder, mit Kamera, mit Sprachsynthesizer, mit Spracherkennung usw. Da ist nichts wirklich Neues das aus einer Grundlagenforschung kommt.
Apple oder Samsung melden zehntausende Patente an, eines trivialer als das andere. Zu guter Letzt haben sie sogar "runde Ecken" beim Smartphone patentiert. So schaut's aus...

Was ist eine "Innovation?"
Ein technologischer Paradigmenwechsel. Z.b Röhrenverstärker- Transistor, Röhrenbildschirm - Flachbildschirm, Schallplatte - CD, Tonband - flash recorder chip usw.
Solche revolutionäre Entwicklungen und Umstellungen bringen die Leute dazu, sogar für Konsumgeräte Schulden zu machen.
Nicht aber ein neues Smartphone, das "geilere Ecken" hat als das alte...
Wir leben im Übergang von der Innovationsgesellschaft zur reinen Anwendergesellschaft. Und in der funktioniert der Debitismus nicht.


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