Mit Risikolos-Zinsen wird der Reiche ärmer statt reicher
Genau genommen muss man etwas von den Zinsen nehmen und es, statt es zu
verprassen, auf die Einlage geben. Je höher der Anteil, desto besser.Du hast recht! Bei solchen Zinsen funktioniert das nicht. Und selbst bei
20%, das Wachstum des vorhandenen Marktes ist irgendwann erschöpft, es
sinken die Zinsen, die Vermögen wachsen durch den Zins immer langsamer im
Verhältnis zur Gesamtmenge. "Blow-off".Also werden im Debitismus auch die Reichen immer ärmer.
Hallo Rybezahl,
vor einigen Jahren hatte ich mir mal die Mühe gemacht, anhand langer Zeitreihen der USA nachzuprüfen, wie sich ein Vermögen veränderte, wenn es in risikolose Staatspapiere angelegt wird, also ausschließlich eine Messung vom Zins, bzw. seiner Wirkung.
Ich hatte die USA genommen, da ich hierfür alle erforderlichen Daten (Zins, Inflation, Steuersätze) bekommen konnte.
Aufgrund dessen habe ich 3 Vergleichsgruppen gebildet, geringes, mittleres, hohes Einkommen.
Das Ergebnis war folgendes:
Die Gruppen mit geringem und mittlerem Einkommen konnten durch Kapitalanlage risikoloser Papiere ihr Vermögen nach Steuern und Inflation steigern, die Gruppe der hohen Einkommen allerdings nicht. Bei ihnen verringerte sich ihr Kapital (inflationsbereinigt, nach Steuern).
Einzig in den Jahren von Deflation konnten sie mit Staatstiteln ihr Vermögen vergrößern. Es gab zwar kaum Zinsen - und somit kaum/keine Steuern darauf – aber dafür die Deflation gegengerechnet ergab sich eine Kapitalmehrung.
Quintessenz, Reiche können mit risikolosen Anlagen, sofern diese einer Einkommensteuer/Kapitalertragst. unterliegen, nur ihr Kapital verringern und nicht mehren. Mehrung kann nur mit Hilfe von Risikoanlagen erreicht werden.
Wir kennen die wenigen Fälle/Familien/Clans, die es geschafft haben. Wir kennen aber nicht die viel größere Anzahl von Familien/Clans, die bei ihrem Versuch, ihr Kapital zu mehren, gescheitert sind und es statt dessen vernichteten.
Gruß Dieter