Man soll wollen, was man muss...
Hallo nvf33,
fasse ich Dich richtig zusammen: Man soll wollen, was man tun muss bzw. eigentlich gibt es gar kein müssen, sondern nur wollen?
Per se ist mir diese Haltung ja durchaus sympathisch, nach dem Motto "Sterben muss ich, sonst nix" - und alles andere mache ich, weil ich es will.
Aber das ist halt real doch sehr theorielastig.
In der sozialen Wirksamkeit ist diese Haltung negativ, denn der "Fehler" liegt ja, wenn man so denkt, immer beim Menschen, nie bei der Gesellschaft - wodurch die unhaltbaren Zustände der Gesellschaft stabilisiert werden (und der ein oder andere Mensch ruiniert).
Real führen Handlungen (oder auch nicht-Handeln) zu Reaktionen. Diese Reaktionen können negativ oder positiv sein. Ob man das als Zwang bezeichnet oder nicht, ist Wortklauberei.
Persönlich bin ich über diese theorielastige Weltferne hinaus. Und in der Tat halte ich sie auch für arrogant. Es ist die Arroganz der "Pseudo-Heiligen", die natürlich sich selbst nie die Hände schmutzig machen und die Drecksarbeit anderen überlassen (Motto: Die müssten das ja nicht tun! Da sind die doch selbst dran schuld! Blablabla).
Oder mit JC gesagt: Wir alle sollten mehr Füße waschen
Revo.