Ist Fressen etwa keine Lust...?
Wohl doch, und genau das meinte ich: Moralischer Zwang ist keine systemerhaltende Kraft, solange sie nicht irgendwie der freien Willensausübung dient - d.h. auch der LUST und dem FRESSEN. Systeme, die aus reiner Kontrollmoral bestehen, verglühen unter ihrem Selbsthass.
Das ist keine Frage von Privilegien oder Geld, auch wenn viele das beharrlich glauben wollen. Manche glauben es so fest, dass sie die Lüsternheit ihrer eigenen moralischen Verhärtung gar nicht mehr erkennen
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Sozialer Zwang ist ein Korsett und letztlich die Illusion, zwischen äußerem Halt und innerer Haltlosigkeit von sich aus keine Fortschritte machen zu können.
Devotheit ist auch eine Lust für manche, weil sie so schön das Ungewohnte "unmöglich", weil "verboten" macht. Devotheit ist allerdings Unmündigkeit, und die ist an sich keine Sünde - aber auch kein Zeichen menschlicher Entwicklungshöhe. Verachtet man Kinder, wenn sie noch nicht laufen können? Wohl kaum. Aber wenn sie nicht laufen WOLLtEN, dann ändert sich das Urteil.
Wenn jemand seine eigenen Unmündigkeit zu ahnen beginnt, gibt es allerdings kaum etwas Falscheres, als den Fehler z.B. in der Arroganz anderer Leute, die sich nicht bevormundet fühlen, zu suchen.
Daher sollte man mit den vermeintlichen "Systemzwängen" meiner Überzeugung nach äußerst sparsam hantieren, wenn es um das eigene Urteil geht!
Grüße
nvf33