Versuchen wir mal, neutral zu bleiben

helmut-1, Siebenbürgen, Montag, 18.07.2016, 19:14 (vor 3514 Tagen) @ LePenseur2309 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.07.2016, 19:25

Geehrter Herr LePenseur,
ich will nicht auf jeden Satz eingehen, sonst wird die Wurst zu lang. Deshalb versuche ich, mich auf das Wichtigste zu beschränken, - kurz und prägnant.

Ich habe mir den link von Falkenauge genau durchgelesen

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/07/18/islam-und-religionsfreiheit-der-totali...

und beziehe mich dabei u.a. auf folgende Passage:

„Wenn die Glaubensinhalte einer Religion mit dem Grundgesetz vereinbar sein müssten, hätte es auch das Christentum in Deutschland schwer. Wie viele andere Religionen beansprucht es für die gottgegebene Lehre allgemeine, nicht nur religionsinterne Gültigkeit. Dürften die christlichen Konfessionen ihren Anspruch, dem wahren Gott zu dienen, vor dem alle anderen Götter nur Götzen sind, nicht aufrechterhalten, müssten sie dem ersten Gebot abschwören. Der Katholizismus wäre unvereinbar mit dem Grundgesetz, weil die Kirche das Priesteramt Männern vorbehält und die Heirat von Priestern mit einem Berufsverbot belegt. Eine auf göttliche Wahrheit gegründete Religionsgemeinschaft wie das Christentum lässt sich auch nicht auf demokratische Grundsätze festlegen. Weltreligionen wären gar nicht mehr möglich, wenn sie ihren Glaubensinhalt nach den jeweiligen Staatsverfassungen auszurichten hätten.“

Sie dürfen gerne meine Argumente als "unbedarft-ahnungslos und lächerlich-polemisch" bezeichnen, dann aber entspricht Ihre Bewertung nicht mehr einer objektiven Anschauung, sondern einer wertenden Meinung. Aber das Recht dazu gestehe ich Ihnen gerne ein, getreu nach Voltaire ( "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."). Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, ich weiß, wer es in Wirklichkeit gesagt hat.

Ihre Frau hätte gegen die Kündigung außerdem klagen können, und ich wäre gespannt, ob die katholische Einrichtung vor Gericht rechtbekommen hätte.

Durchaus möglich, dass die Klage Erfolg gehabt hätte. Was wäre dann passiert? Dann wäre sie "kalt gemobbt" worden, bis sie selber das Handtuch geworfen hätte.

Welchen? Sie bleiben da völlig nebulos. Also los, legen Sie sich keinen Zwang auf und beweisen uns doch ganz locker vom Hocker, daß....etc.

Entnehmen Sie die Beispiele aus meiner Antwort an Reffke,weiter unten - aus dem 3. Buch Moses. Ich kann noch mehrere anführen. Als ich noch in Deutschland lebte und öfters von den Zeugen Jehovas besucht wurde, da war es für mich eine Art Sport, mich in die Bibelstellen des AT einzulesen und mit den lieben Leuten oft äußerst kontrovers zu diskutieren. Zwei von denen, die mich immer besucht haben, haben sich dann umschulen lassen, - glaube ich. Sie sind an mir verzweifelt. Heute habe ich aber schon vieles vergessen und muss immer wieder nachblättern.

Ihre Meinung in Ehren, - aber Ihre Bewertung "offenbar recht wenig durchdachten Kommentarpostings" zeigt nicht gerade von Weitblick. Ich gebe Ihnen etwas Nachhilfeunterricht:

https://www.youtube.com/watch?v=XU6AB8z-iOM

Und dieses Gefühl habe ich als Katholik.

Dass Sie dieses Gefühl "als Katholik" haben, wage ich irgendwie zu bezweifeln, gebe aber zu, dass ich nicht mit der Gabe der Herzensschau ausgestattet bin.

Wie ich in meiner Antwort an Reffke ausgeführt habe, gehe ich zu den Gottesdiensten der unterschiedlichen christlichen Glaubensrichtungen. Natürlich nehme ich auch an den Sakramenten, sprich Kommunion resp. Abendmahl teil. Ich habe da aufgrund meiner lockeren Art der Handhabung mehrere Möglichkeiten. Da ich kaum Lust und vor allem Zeit verspüre, mich mit einer Beichte nach dem kath. Ritus im Beichtstuhl auseinanderzusetzen, nehme ich die pauschale Beichte der Evangelischen für mich in Anspruch, was mich zum Empfang der Kommunion bei der anderen "Fakultät" berechtigt.

Dazu kann ich als Katholik sowohl der einen als auch der anderen Zeremonie aktiv beiwohnen. Der Evangelische hat's da schwerer. Denn diesem werden die Sakramente der kath. Kirche verweigert. Irgendwie hirnrissig, - hält sich ohnehin keiner dran, - solange nicht irgendein 300%er einen Aufstand macht.

Diese Ungleichheiten kritisiere ich als Katholik, zumindest als einer, der diesen Begriff im Taufschein stehen hat.

Und wenn Sie meine Meinung:
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir uns schämen sollten.
als lächerlich betrachten, dann rate ich Ihnen, sich mal mit dem Umgang der Kath. Kirche mit den Juden z.B. in Spanien auseinanderzusetzen. Denn es gab auch geschichtliche Vorgänge lange vor dem 3. Reich, - aber das wissen nicht viele. Aber vielleicht empfinden Sie nichts dabei, oder empfinden das als normal.

Zum Abschluss: Wenn sie meine Argumente als etwas interpretieren, was den Islam rechtfertigen soll, dann befinden Sie sich auf dem Holzweg. Was und wie ich darüber denke, ist auch aus einem anderen Block ersichtlich, nämlich aus meiner Antwort an Mephistopheles (http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=408361).

Mit den besten Grüßen - helmut


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