Es geht doch nicht um Religion - Es geht um Staatssysteme.

Olivia, Montag, 18.07.2016, 16:00 (vor 3513 Tagen) @ Watson2306 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.07.2016, 16:19

"Die Gläubigen" sind doch immer nur die Menschenmasse mithilfe derer die entsprechenden Systeme versuchen, Macht auszuüben.

Die Macht der RKK ist eingegrenzt. Sie können Lobbyisten stellen, und wenn irgend jemand noch in der Kirche ist, dann bekommen sie Kirchensteuer. Das fließt schon lange nicht mehr so recht und die Kirchen müssen sie auch zumachen, weil nicht mehr viele kommen.
Die Katholische Kirche kann und will keine zweite Staatsform neben in den westlichen Gesellschaftssystemen etablieren.
D.h. sie "achtet" zumindest proforma die Gesetze, das Grundgesetz etc.
Wenn sie gegen eine Homo-Ehe ist, dann sehe ich das so wie bei allen Lobbyisten, dass sie versucht, ihre Überzeugung bzw. das, was sie für gut hält, durchzusetzen. Es wird jedoch niemand gezwungen, diesem Verein beizutreten und es wird auch niemand verfolgt, wenn er austritt. Das war ja auch schon mal anders.

Der Islam ist eine Staatsform. Der Islam enthält neben religiösen Vorschriften auch ein Gesetzes- und Rechtssystem. Dieses System steht ÜBER den weltlichen Systemen (in diesem Falle westlichen, demokratischen Systemen). Insofern steht ein "unreformierter" Islam, in dem genau von diesem westlichen Rechtssystem ABSTAND genommen wird, in direkter Konfrontation zu dem Grundgesetz und den westlichen Verfassungen. DAS ist der Clash of Cultures!

Wenn man diesen Tendenzen in den westlichen Gesellschaften nicht sehr klare und unmissverständliche Grenzen setzt, sind die westlichen Gesellschaften und ihr Gesellschaftssystem verloren.
Es geht also um eine sehr deutliche Abgrenzung von den Rechtsforderungen des Islam. Da die Seuche des Islamismus leider inzwischen weltweit immer mehr ehemals säkuläre Muslime erfasst, bzw. es für die modernen Muslime auch immer gefährlicher wird, sich bei diesem, wie eine Seuche wirkenden islamistischen Wahn (die Türkei wird ja dann wohl auch bald als "Gottesstaat" firmieren) in irgend einer Form kritisch zu artikulieren. Diejenigen Muslime, die sich in Wort und Schrift kritisch äußern stehen ja bereits seit Jahren (auch im Westen) unter Morddrohungen.

Ein Vergleich RKK und Islamismus ist völlig daneben. Zu Zeiten der Hexenverbrennungen etc. wäre er allerdings angebracht gewesen.

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