Vielleicht sollte man allgemein ein paar Schritte weitergehen
Man sollte sich ganz genau ansehen, ob und in wie weit eine Religion "reformierbar" ist, um eine Co-Existenz mit weltlichen Gesetzen zu ermöglichen bzw. der Unterordnung der Religion unter Selbigen.
Das von Helmut angeführte Beispiel mit seiner Ex-Frau finde ich da schon recht passend.
Als Christ hat man bei einer Scheidung womit zu rechnen? Falls man in einer entsprechenden, religiösen Organisation seinen Arbeitsplatz hat, eventuell den Verlust von diesem. Sehe ich jetzt nicht unbedingt als wirklich einschneidend an, und letztlich ist es auch nur bei der katholischen Kirche in dieser Form zu beobachten. Ansonsten hat sich auch im Christentum eher der Pragmatismus durchgesetzt.
Im Buddhismus (Ehe gilt dort als weltliche Angelegenheit) und auch bei den Juden wäre eine Scheidung völlig belanglos, da siegt eher der Pragmatismus, einzig im Hinduismus sind Scheidungen verpönt und zieht für die Frau meist sehr schwere Existenzprobleme nach sich.
Wie aber sieht sowas im Islam aus? Da muss man eben nicht um den Verlust seines Arbeitsplatzes fürchten, sondern vielmehr um sein Leben, und das sehe ich als ganz gravierenden Unterschied.
Und das ist auch schon der entscheidende Unterschied zu den anderen großen Religionen: Im Islam wird sehr freigiebig mit dem Tod oder Verstümmelungen des "Schuldigen" bestraft. Ein Fakt, der mit den Gesetzen in unseren weltlichen Staaten kaum bis gar nicht mehr vereinbar ist.
Stichwort Akzeptanz anderer Religionen: Nur der Islam ruft hier über den Koran und die Hadithen dazu auf, Andersgläubige entweder in den "Schoß Allahs" zu geleiten oder aber zu vernichten....kenne ich in dieser Form aus keiner anderen Religion.
Es ist mir auch nicht bekannt, dass andere Religionen ihre "göttlichen Gesetze" über die Weltlichen setzen....außer vom Islam.
Man sollte daher untersuchen, ob man den Islam tatsächlich als Religion bezeichnen kann, oder ob die Definition einer politischen Ideologie mit religiösem Hintergrund nicht passender wäre.
Und dann sollte man ganz genau bewerten, ob der Islam dann immer noch unter die Religionsfreiheit fallen kann, oder ob er nicht viel mehr als verfassungsfeindliche Ideologie betrachtet werden muss.
Grüße,
Kaladhor
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Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!