Was dem Körper sein Adipositas ist, ist dem Verkehrssystem sein Individualverkehr

Ikonoklast, Donnerstag, 12.05.2016, 06:49 (vor 3568 Tagen) @ ROetting3412 Views

Hallo ROetting,

der Individualverkehr ist im übertragenen Sinn ein kardiovaskulärer Risikofaktor.

In den Ballungszentren kannst Du's vergessen. Das ist nie und nimmer machbar, in vielen Großstädten und Ballungszentren steht man jetzt schon kurz vor dem Verkehrsinfarkt. Wenn zum jetzigen Individualverkehr noch mehr Taxen und private autonom fahrende Autos kommen, dann gute Nacht...

Sicher wird Automatisierung und Robotik erklecklich Arbeitsplätze dahinraffen, aber wegen Verkehrsinfarkte denke ich nicht an einen Rückbau der OPNV-Infrastruktur. Ich gehe hier eher von einem Ausbau der Kapazitäten aus, wenn der Kostenfaktor Mensch erst einmal weggefallen ist.

5.) Durch die sinkenden Nutzerzahlen werden ÖPNV-Systeme
unverhältnismäßig teurer und zurückgebaut. Strecken, Tunnel, Bahnhöfe
werden auf das System Straße umgewandelt. Eisenbahn bleibt ggf. auf
hochfrequentierten Langstecken (Köln - Frankfurt - Berlin - München -
Hamburg + Seehäfen + Containerterminals) und lokalen Insellösungen
(Museumsbahn mit Nostalgiecharakter). Das Straßennetz wird generell
erweitert (Fläche, Verkehrssteuerung zur Verbesserung der Kapazität).

Ich musste letztens mit dem Auto zur Rush Hour zu einem Termin am äußeren Rand von München auf der gegenüberliegenden Stadtseite. Für eine Strecke die normalerweise 45 Minuten benötigt, habe ich ganze 3! Stunden gebraucht [[top]]

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Grüße

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... and girls of course!

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