"Ich entschuld(ig)e mich..." - wer's nicht versteht möge das mal bei einer Bank probieren

Konstantin ⌂, Waldhessen, Donnerstag, 18.02.2016, 05:52 (vor 3645 Tagen) @ Positiv2881 Views

Keinesfalls kann sich jemand selbst entschuldigen - dies ist eine
hochgradige Anmaßung.
Jemandem Unrecht tun und sich dann gleich noch
selbst dafür entschuldigen - das ist arrogant, absurd und eine doppelte
Missachtung des Geschädigten. Es ist respektlos und unehrenhaft.

Hallo Positiv,

ganz herzlichen Dank für diese Darlegung, die mir inhaltlich längst bekannt war, aber noch nie so gut beschrieben wurde.

Auffallenderweise ist mir die Formulierung: "Ich erwarte eine Entschuldigung" schon sehr häufig bei der Wortwahl sogenannter Volksvertreter begegnet.

Daraufhin habe ich die Unmöglichkeit der Selbst-Entschuldigung bei den Mithörern angesprochen, die selten verstanden was ich meinte.

Eines Tages kam ich auf ein sehr bildhaftes Beispiel, dass die Situation gut verdeutlicht: Man stelle sich vor, man hätte Schulden bei der Bank. Dann geht man zum Bankschalter, sagt: "Ich entschuld(ig)e mich" und erwartet dann, dass das Konto wieder auf null gestellt wird.
Das dies eine Illusion ist, versteht jeder.
Wenn man dagegen zur Bank geht und sagt: "Ich bitte um Entschuld(ig)ung", dann kann die Bank sagen: Nein, alles bleibt so, oder sie willigt ein, die Schulden zu erlassen. Die Entscheidung der Entschuld(ig)ung liegt beim Gläubiger.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"


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