Wieso willst Du jemand anderen als Dich selbst "überzeugen"?
Hallo Helmut,
Dann gib mir mal Hilfestellung beim Denken. Ich habs oftmal auch hier gesagt,
ich bin ein einfacher Mensch vom Bau.
danke für Deine Antwort. Ich mag einfache Menschen. Und Handwerker mag ich ganz besonders. Bin selber nur ein einfacher Gärtner, beobachte viel und mach mir so meine Gedanken...
Was meinst Du mit den geistigen
Prinzipien nutzen?
Dazu gibt es jede Menge Bücher. Man kann die Weisheit der Welt jedoch auch ohne Bücher finden. Am besten geht dies im Wald. Praktisch alle Weisen der Welt haben ihre Erkenntnisse in der Einsamkeit gefunden, zumeist im Wald.
Ein paar Beispiele:
* Handlungen entstehen aus Gedanken.
* Materie folgt dem Geist
* Was wir wahrnehmen, hat mehr mit unserem Inneren zu tun als mit dem Äußeren.
* Andere ändern zu wollen, entspringt innerer Aggression und Überheblichkeit.
* Menschen denken in Bildern und folgen Leitbildern.
* Alles folgt dem Gesetz der Attraktivität (Anziehungskraft), von den Planeten bis zu den einzelnen Menschen.
* Menschen sehnen sich nach dem Gefühl des Glücks, das sie einst hatten, als sie im Paradies lebten.
Einer meiner Vorbilder hat diese Erkenntnis gefunden:
Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft.
Um etwas zu verändern, baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen.
(Buckminster Fuller)
Da liegt das Problem. Wie überzeuge ich "jeden Einzelnen", dass er in
sich geht? Insbesonders denjenigen, der nach seiner Arbeit in der Fabrik in
die Eckkneipe geht und mit anderen drüber streitet, was der Trainer bei
"seinem" Verein wieder verbockt hat.
Es gibt keinen Anlass, jemand anderen zu irgendwas zu überzeugen.
Liebe Deine Mitmenschen genau so, wie sie sind.
Liebe Dich selbst genau so, wie Du bist.
Klar, - dann bleibt nur die Abschaffung der Demokratie. Denn bei der
vorliegenden Konstellation gibts nun mal eine vom Volk gewählte Regierung,
deren Zusammensetzung sich daraus ergibt, was oder wen sich der Einzelne in
die Verantwortung wünscht. So ist es zumindest theoretisch.
Die angebotene "Demokratie" braucht nicht abgeschafft werden. Sobald sie nicht mehr beachtet wird, ist sie von selbst verschwunden. Es mag Menschen geben, die das Werkzeug "Demokratie" brauchen wie Kinder die Stützräder beim Üben, das Fahrrad aufrecht zu halten. Es gibt auch andere, denen ist es so was von egal, ob in irgend einer Stadt ein paar Polit-Darsteller irgendwelche Reden schwingen und irgendwelche Regeln auf Papier bringen. Es gibt Millionen Leute, die irgendwo zusammen sitzen und irgendwas bereden. Was geht mich das an?
Ich kenne keine "vom Volk gewählte Regierung". Witziger weise ist in der von Dir genannten Theorie das Wort "Volk" enthalten. Und genau dieses Wort ist gleichzeitig schwer in Verruf geraten gemacht worden.
Passendes Beispiel ist ein Wort: "Vater Staat".
Wer noch einen Staat braucht,
- braucht noch einen Papa, der die Dinge für ihn regeln kann.
- braucht noch einen Vati, der die Dinge kann
- braucht noch einen Vati-kan
Wer erwachsen ist, braucht keinen Vati mehr, zumindest nicht als Vormund, der Vorgaben und Vorschriften verteilt.
Wer erwachsen ist, respektiert gleichzeitig das Vorhandensein des Vatis, weil dieser hilfreiche Unterstützung für die Kinder und Jugendlichen bietet.
Hilfestellung beim Denken:
In welchen Strukturen haben sich die Reichsten der Reichen organisiert?
+ Vereine und Stiftungen
Und was ist bei Vereinen und Stiftungen das Zentrale?
Die geistige Ausrichtung, die Ziele und Zwecke.
Es geht bei beiden Strukturen um geistige Ausrichtungen, die weit über die übliche Lebensspanne des Einzelnen hinausgehen kann.
Zwei zentrale Fragen, die Du für Dich beantworten musst, wenn Du geistige Printzipen nutzen willst:
+ Wer bist Du?
+ Was willst Du?
Hilfestellung zur ersten Frage:
Bist Du Dein Name?
Bist Du ein Mensch?
Bist Du Dein Ego?
Bist Du Dein Ich?
Bist Du Dein Selbst?
Bist Du Dein Körper?
Bist Du eine Person?
Bist Du eine Nummer?
Wer warst Du seit ewig, wer bist Du im jetzt und wer wirst Du in Ewigkeit sein?
Hilfestellung zur zweiten Frage:
Kläre erst die erste Frage, weil wichtig ist zu wissen, WER denn etwas will.
Erst dann ist interessant, WAS denn gewollt ist.
Und noch ein Hinweis: Formulierungen mit "nein" führen zum Gegenteil. Beispiel: Ich will nicht an den rosa Elefanten denken, ... was macht man: Man denkt an den rosa Elefanten. Konkret: Ich will, dass die Pfarrerstocher weg ist führt dazu, dass sie bleibt. Passend sind pro-aktive Willensäußerungen, also der Ausdruck dessen, was man will und nicht dessen, was man nicht will.
Zum Abschluss ein Hinweis: Mit den Werkzeugen Verein und Stiftung kann man Strukturen schaffen, bei denen keine (oder nur minimal) Arbeitskraft in Form von Steuern an andere abfließt. Um dies langfristig zu erreichen ist es günstig wenn man Frage 1 + 2 für sich geklärt hat.
Viele Grüße
Konstantin