Widersprichst Dir selber
Ich kann mir echt keine Art der Selbstjustiz gegen einen Taschendieb
vorstellen - ausser vielleicht sich vom Taschendieb etwas
zurückzuklauen
das den Selbstjustiz Betreibenden nicht selber in arge juristische und
moralische Bedrängnis
bringen würde.
Manche Leute erschiessen Taschendiebe einfach, sowas kommt auch vor.
Vorstellbar ist da vieles.
Eben. Mehr Gewalt.
Glaub es mir, das derzeitige Deutsche Recht ist eines der besten
Rechtssysteme, die
es je gegeben hat. Es haben sich Tausende den Kopf darüber zerbrochen,
wie die allseits
verhasste Gewaltanwendung "subtilisiert" werden kann.
Was nuetzt es, wenn dieses Recht nicht durchgesetzt werden kann, weil die
deutschen Innenstaedte zu No-Go-Areas fuer die Polzei werden?
No-Go-Areas? Die Trickdiebe waren in U-Haft und vor Gericht. Wenn Du sie länger
einbuchten willst, dan bedeutet dies automatisch mehr staatliche Gewalt.
Ihr wollt
aber eher mehr Gewalt
nicht weniger.
Wieder so eine haltlose Unterstellung!
Erschiessen ist nicht gerade gewaltfrei.
Die Diebe waren in U-Haft und hatten dadurch das Urteil erfüllt.
Selbstjustiz kann eigentlich nur dann den eigenen moralischen
Ansprüchen
genügen, wenn man
als Opfer den Täter 100% kennt, aber die Tat unmöglich nach
juristischen
Kriterien beweisen
kann. Man kann das dann eigentlich als "Rache" bezeichnen und dann sind
wir in einem System,
das dafür verantwortlich gemacht wird, dass die Flüchtlinge nicht
integrierbar wären.
Niemand hier fordert Selbstjustiz. Es wird aber von einem schwachen
Rechtssystem gefoerdert, weil Betroffene irgendwann anfangen sich
selbst zu wehren, wenn die Polizei niemals kommt. Das ist eine
Beobachtungen und keine Forderung!
Das Rechtssystem in Deutschland ist nicht schwach. Das die Polizei niemals komme,
ist eine böse Unterstellung.