Persönliche Frage: Schritte zur Integration meiner Partnerin / KK Problematik
Geschätzte Forumskompetenz,
ich habe ein Problem ein Thema betreffend, bei welchem ich im persönlichen Umfeld auf keine Erfahrungen zurückgreifen kann. Es geht um folgendes:
Meine Partnerin lebt seit einem halben Jahr bei mir in Deutschland. Sie ist Staatsbürgerin eines EU-Landes und hat einen Doktortitel. Wir sind nicht verheiratet. Ihre Deutschkenntnisse verbessern sich stetig, sind aber noch nicht verhandlungssicher. Alle Deutschkurse bezahlt sie privat.
Momentan lebt sie (noch) „vom Speck“. Sie hätte in ihrem Heimatland theoretisch Anspruch auf ein Jahr Arbeitslosengeld, was praktisch aber nicht wahrgenommen werden kann, da dafür (vom dortigen Amt kurzfristig festgesetzte) monatliche persönliche Besuche beim Arbeitsamt im Heimatland notwendig wären. Auslandsaufenthalte während der Arbeitslosigkeit sind explizit untersagt.
Diese Situation führt zu einem Problem mit der Krankenversicherung: da auch dort Versicherungspflicht besteht, zahlt sie das momentan privat, während klar ist, dass im Schadensfall in Deutschland diese Versicherung nicht leisten wird. Also noch eine Auslandskrankenversicherung obendrauf, welche auch wieder nur im Notfall zahlen würde, jedoch nicht den z.B. regelmäßig zu besuchenden Frauenarzt abdeckt. Der wir momentan bar bezahlt, was immer noch billiger ist, als zusätzlich auch noch eine dt. Krankenversicherung zu bezahlen.
Mit anderen Worten: die momentane Situation gilt es zu ändern. Mittelfristig will und wird sie selbstständig oder angestellt in Deutschland arbeiten (was in ihrem Fachbereich kein Problem sein sollte) – die Frage ist, wie sie die Zeit bis dahin am besten (und kontoschonendsten) überbrückt. Im besonderen mit Sicht auf die Krankenversicherung.
Daher folgende Fragen an das geschätzte Forum:
A) Gibt es irgendein(en) Amt / Verein / Förderprogramm, welches/r die Integration von (hochqualifizierten und tatsächlich motivierten) EU-Bürgern unterstützt?
B) Wäre Hartz4 ein Übergangslösung? Gerüchten zufolge jetzt auch für EU-Bürger, die ein halbes Jahr lang hier auf Arbeitssuche waren. Sind Details bekannt?
C) Wer ist bei dieser Problematik ein kompetenter Ansprechpartner? Anwalt, Steuerberater, …?
D) Welche staatliche Stelle könnte Informationen / Unterstützung bieten?
E) Was würdet Ihr selbst tun?
Im Voraus für alle sachdienlichen Hinweise herzlich dankend,
Positiv.