Was Dir das Wichtigste ist, ist bekannt

Zarathustra, Donnerstag, 17.12.2015, 08:22 (vor 3702 Tagen) @ Bernadette_Lauert2912 Views


Die zitierte Passage geht beispielsweise direkt weiter mit: "Darum
verstehe ich auch die Einseitigkeit im Westen nicht."


Verstehen im Sinne von gutheissen tut kein normaler Mensch, dass die
Westkurve das Saudi-Folter-Regime bewaffnet

(oder

dass das US-Folter-Regime 'Verdächtige' an Assads Folter-Regime
überstellt)[/link]; genauso wie kein normaler Mensch versteht, dass

die

Ostkurve das Assad-Folter-Regime bewaffnet. Aber man kann es
nachvollziehen: Kollektivismus ist organisierte Gewalt (militärisch,
wirtschaftlich, politisch, religiös), war nie etwas anderes und wird

auch

nie etwas anderes sein.


"Westkurve" -> ab ins Zaraversum

Das hier war meine Kernaussage:

Das war keine Kernaussage, sondern Dein üblicher Versuch, die Kernaussage zu umschiffen.

Was man bei dem Thema ruhig mal kritisch hinterfragen kann, ist
folgendes:

Vieles deutet darauf hin, dass Assad durchaus bereit ist, geordnet seinen
Posten zu räumen. Auch Russlands Geopolitik hängt nicht an der Person
Assad.

Was ist denn das für eine weltfremde Formulierung?
Posten räumen kann nichts anderes bedeuten, als dass dem Massenmörder freies Geleit versprochen wird, bzw. Schutz bei seinen Sponsoren. Das wäre den westlichen Spitzenpolitikern zwar bestimmt ohne weiteres zuzutrauen, aber sie wollen so etwas schlicht und einfach nicht rechtfertigen vor einer Mehrheit der Bevölkerung. Käme nicht gut an. Sie haben schon Schwierigkeiten, den Pakt mit den eigenen 'Hurensöhnen' zu begründen. Da droht die Abwahl und ein Sieg der Trump-Kurve, die den Wählern mal wieder Change verspricht.

Daher stellt sich doch die Frage, warum Assad laut bisherigem westlichen
Imperativ SOFORT und OHNE VERHANDLUNGEN und OHNE ÜBERGANGSREGELUNGEN und
OHNE WAHLEN weg soll. Dieser Imperativ ändert sich übrigens gerade.

Mögliche Antwort: Vielleicht würde sich bei Wahlen ja heraus stellen,
dass er durchaus auf Zustimmung im Volk stoßen würde?

Syrien gibt es nicht mehr. Eine absurde Vorstellung, dass dort in nächster Zeit Wahlen stattfinden könnten.

P.S. Apropos Zitate - ich war von Trump positiv überrascht.

„Wir

haben nicht nur dem Nahen Osten einen äußerst schlimmen

Bärendienst

erwiesen, sondern der ganzen Menschheit. Menschen werden getötet,

und

wofür?[/b]“, sagte er während einer Teledebatte der

republikanischen

Kandidaten.


Von Obama's Sprüchen waren die Wähler auch positiv gestimmt und

hatten

ernsthaft Hope auf einen Change. Wie das halt so üblich

ist,

wenn der Schwarm neue Delegierte bestimmt. Die ewige Wiederkehr des
Gleichen.


"Die ewige Wiederkehr des Gleichen" -> Bullshit. Wie oft haben die USA den
schon den nahen Osten destabilisiert und wie oft werden sie es noch tun?

Der mittelalterliche Nahe Osten ist aus sich selbst heraus schon etwas völlig instabiles und revolutionsträchtiges. Solche Territorien können (wie Nordkorea und China) nur mit maximaler Gewalt, Zensur und Unterdrückung nach Innen 'stabil' gehalten werden. Systematische Folter ist dort an der Tagesordnung, unabhängig vom Support, den diese Hurensöhne aus den USA und Russland erhalten.

Ich hoffe kein mal mehr, weil der Hegemon bald keiner mehr sein wird.

Irgendwer ist immer Hegemon, solange der Kollektivismus nicht überwunden werden kann. Wer glaubt, postsowjetische und postmaoistische Schergentümer (samt deren immer noch oben sitzenden feigen Gestalten) wären ein valabler Ersatz, dem ist allerdings nicht zu helfen.

Morgengruss

Zara


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