Erdogan hat selber ein Interesse daran

pigbonds, Montag, 14.12.2015, 23:44 (vor 3705 Tagen) @ Rybezahl5230 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 15.12.2015, 00:07

Also, wenn es möglich wäre, die Flüchtlinge permanent in die

türkische

Gesellschaft zu
integrieren, dann müsste man da sehr grosszügig sein und diese Chance
ergreifen.


Ja, wenn man es so betrachtet. Dann hoffe ich, dass Erdogan das auch ernst
meint und nicht nur so tut. Aber wenn er mit der Türkei unbedingt in die
EU will, dann muss er es wohl wollen und auch machen.
Ja, vielleicht ist es wirklich nur der Geiz, und die paar Milliönchen
wurden ruck-zuck zu drei Milliarden.
Was für eine Welt...


Man darf auch nicht verhandlungsschwach auftreten, denn Erdogan hat ein sehr
grosses Interesse, dass ETWAS nicht geschieht: ein Kurdenstaat im Norden Syriens,
der an die Türkei angrenzt.
Dieser Kurdenstaat würde dann virtuell in die Türkei weiter laufen, so wie dereinst
in 50-100 Jahren Mexiko in die südlichen Bundestaaten der USA reinlaufen wird.

Aus diesem Grunde bekämpft Erdogan ja die Kurden der PKK in der Türkei, lässt die nord-syrischen
Kurden gegen ISIS im Stich, aber unterstützt das KRG im Irak:
http://cabinet.gov.krd/a/d.aspx?r=223&l=12&s=02010100&a=39389&s=010000
Prime Minister Recep Tayyip ErdoÄŸan in a historic visit today became the first Turkish premier
to visit the Kurdistan
Region. Together with President Masoud Barzani, they officially opened
Erbil International Airport (EIA) and Turkey’s Consulate in Erbil.

[image]

So kann Erdogan den Kurdenstaat viel näher an den Iran schieben, dort wo auch
einige Millionen Kurden leben. Dass der Iran ein regionaler Konkurrent der Türkei
ist, ist wohl klar.


Also vermute ich, dass es Erdogan lieber hat, Flüchtlinge in die Türkei zu absorbieren,
als dass sich unkontrollierbare Staaten oder Zonen an der türkischen Grenze etablieren.


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