Gazaisierung.
Angedacht ist, dass die Pläne auch für Jordanien und den Libanon
gelten
sollen, in denen ebenfalls Hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien
leben
Das muß man sich mal vorstellen!
Im Prinzip wird jetzt das geplant, was man schon vor einem Jahr hätte
machen sollen und das wäre viel viel billiger gewesen.
Deutschland hätte lediglich 125 Millionen pro Jahr hinlegen müssen um
die UHNCR Kürzungen abzufedern, aber nun rollen schon mal 3 Milliarden
an
den IS-König Erdogan, der wahrscheinlich auf die sinkenden Einnahmen
des
durch die Russen bombardierten Ölgeschäfts nicht verzichten will.
Das ist in der Tat sehr merkwürdig! Die Gelder für die Flüchtlingshilfe
wären wesentlich weniger gewesen, warum hat man jetzt 3 Milliarden für
die Türkei? Und warum muss es mehr sein als die Flüchtlingshilfe? Wenn
das nicht faul ist, dann weiß ich auch nicht.
(Edit: Gut, dort sind die Kosten höher. Aber so viel höher?)Andererseits, soll man die Menschen zum Bleiben zwingen? Etwa noch für 20
Jahre? Ein Leben im Flüchtlingscamp? Mauer darum bauen? Gut, es wollen ja
nicht alle weg. Ich würde an deren Stelle aber auch versuchen, an einen
Ort zu kommen, wo die Chancen für mich besser sind...
Was Du befürchtest ist Gaza 2.0. Ein in der Realitiät bewährter
Ansatz, wenn man die Kosten noch höher treiben will, denn es ist kaum anzunehmen, dass
die in 20 Jahren dort Geborenen mit grosser Einsicht diese Idee nachvollziehen können.
Dass in solchen Ghettos kaum was anderes getan werden kann, als sich fortzupflanzen und
im besten Fall über Ausbruchsversuche nachzudenken, ist ja auch klar.
Also, wenn es möglich wäre, die Flüchtlinge permanent in die türkische Gesellschaft zu
integrieren, dann müsste man da sehr grosszügig sein und diese Chance ergreifen.