Vielleicht schaffen wir das diesmal!

pigbonds, Montag, 14.12.2015, 22:55 (vor 3707 Tagen) @ azur4947 Views

Der ach so Überparteiische weist uns darauf hin, wo gelogen wird.

Merkel ist doch Politikerin und Politiker lügen nicht, im Gegensatz zu
Diktatoren,
welche als einzige die Wahrheit sagen.


Achnee! Und mal abgesehen davon, was dass jetzt mit der "Ostkurve" zu tun
hat, denn niemand hatte hiebei, und warum auch von der "Ostkurve"
gesprochen, was soll das jetzt bedeuten?

Ostkurve bringst Du, nicht ich und Du bringst es schon wieder fertig, meine Aussage zu
verdrehen. Ich schrieb nicht wo gelogen wird, sondern wo nicht gelogen wird und wo die
Wahrheit gesagt wird
. Ich kann natürlich auch erklären, wo gelogen wird.

Also, ich antwortete auf den Vorwurf der "Berufslügnerin".

Spätestens jetzt hätten dieser Berufslügnerin die faulen Eier entgegen


Also, ich erkläre Dir den Unterschied zwischen Politiker und Diktator:


Was heisst, "Politiker lügen nicht"?

Politiker lügen nicht, denn in der Politik geht es bekanntlich nicht um Wahrheit oder
Lüge sondern um eine Kompromisslösung nach Verhandlung. Weil nur ein Idiot bereits mit
dem Kompromiss in die Verhandlung rein geht, muss jede Partei mit den maximalen Forderungen
in die Verhandlung rein.
Also zum Beispiel behaupten, mit ihr gäbe es niemals eine "Beispiel-Steuer", um sich dann
auf 6% "Beispiel-Steuer" zu einigen. Wenn dann die Anhänger dieses Resultat beklatschen, dann
sind diese Anhänger nicht grenzdebil, sondern mit dem Ergebnis zufrieden, weil sie
wissen, dass Maximalforderungen niemals erreicht werden.


Was heisst, "im Gegensatz zu Diktatoren, welche als einzige die Wahrheit sagen"?

Im Gegensatz zu Politikern, die verhandeln müssen, können nur Diktatoren diktieren. Der
Diktator kündigt eine "Beispiel-Steuer" von 5% an und diese wird dann bei 5% eingeführt, somit
hätte er die Wahrheit gesagt. Würde sie hingegen bei 3% eingeführt, hätte er gelogen.

Dass sich hier alle irren und Merkel und Konsorten niemals lügen?>
Eine durch und durch sinnlose Bemerkung Deinerseits.

Ohne einfaches Polit-ABC wird es natürlich schwierig, sich in der Demokratie zu bewegen. Wer
glaubt, in der Politik gehe es um Wahrheit oder Lüge, der hat Fundamentales nicht verstanden,
vielleicht deshalb, weil er aus einem anderen System zugewandert ist und sich den demokratischen
Verhältnissen noch nicht angepasst hat oder die demokratischen Werte grundsätzlich ablehnt und sich
daher gar nicht anpassen will.

Das zur Erklärung, auf den Rest gehe ich nicht ein, weil es in meinem Post hauptsächlich um die
Migrationsstrategie geht, die, wenn man die Migranten direkt abholt, jener Strategie Kanadas ähnelt,
auf die oft, z.B. von Heinsohn oder Sarrazin aber auch hier im Forum, als relativ clevere Strategie
verwiesen wird.
Kanada: http://www.cic.gc.ca/english/refugees/welcome/

Eine solche Strategie ist sowohl effektiver wie effizienter und dadurch auch kostengünstiger.

Zum Realitätscheck 1: wer hat es jemals längerfristig geschafft, Migration zu verhindern? Nicht einmal
für ihre Zeit teuren und aufwändigen Monumentalbauten wie die Chinesische Mauer oder der Limes
konnten dies verhindern.

Zum Realitätscheck 2: ein anderer Ansatz wäre "vor Ort" zu helfen, was mit Hilfe von militärischer
Polizeiarbeit gemacht werden müsste. Zur Kostenschätzung die Interventionen der Amis im Irak und Afghanistan,
die wahrscheinlich rund 4000 Milliarden gekostet haben. Konservativ geschätzt wird es in den nächsten 50
Jahren sicher mehr als 10 Brennpunkte geben, wo nur mit hunderttausenden Soldaten Sicherheit gewährleistet
werden könnte. Die Kosten will ich gar nicht hochzurechnen versuchen, ich wüsste schon gar nicht, wo die
Soldaten zu finden wären.


Aber ich gestehe Dir zu, dass Du vielleicht recht hast, dass diesmal alles anders kommen könnte, dass
es möglich sein wird, die kommenden Migrationswellen abzuwehren. Vielleicht schaffen wir das diesmal!


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.