Das kann man einfach erklären
Wie viel Widerrede gibt es gegen die Flut an xenophoben Äußerungen?
Kaum welche, oder nur wenige.
Nehmen wir es mal genau: Du beginnst bereits mit einer landesweit üblichen Form der pauschalen Diskriminierung. Ich unterstelle Dir mal, unbeabsichtigt. Du verwendest andauernd das Wort "xenophob". Genau nachgesehen in einschlägigen Wörterbüchern, bedeutet es "fremdenfeindlich".
Wir als Wiener wissen genau, dass das für uns nicht zutrifft. Genausowenig für andere, die nie eine Aversion gegen Fremde hatten, denen aber die Merkel-Politik auf den Geist geht. Wir in Wien waren als Zentrum der Nationen nicht nur in der K.u.K. Monarchie bekannt, sondern schon lange vorher. Danach sind noch viele andere Nationen gekommen. Erst die Perser unter dem Schah, dann die Inder und Pakistani, von denen wir an der Kreuzung am Abend die Morgenzeitung gekauft haben. Beim Serben haben wir im Lokal die Cevapcici gegessen, beim Griechen die Soutzoukakia, obwohl beides ähnlich geschmeckt hat. Nur beim Chinesen schmeckts anders.
Weder als Kind noch später ist mir da was als "fremdenfeindlich" in Erinnerung. Aber nun frag mal die Leute in der Donaustadt und den angrenzenden Gebieten, - was sie von den Ausländern halten. Die meisten stöhnen unter diesen Zuständen, weil sie darunter leiden. Das kommt alles von der Überschwemmung in den letzten beiden Jahrzehnten, genau diese falsche Politik hat diese Trendwende bewirkt.
Jeder, der was gegen diese Überschwemmung auszusetzen hat, ist automatisch fremdenfeindlich. Diese Diktatur der Regierung, sowie der regierungsfreundlichen Medien erinnert an die Medienpropaganda von Julius Streicher, nur anders rum.
Stellen wir die Gegenfrage: Hat Dich jemals jemand angegriffen oder verunglimpft, weil Du den Immigranten geholfen hast? Kann ich mir nicht vorstellen. Klar mußt Du Dir die Frage gefallen lassen, wieviele Du mit Deinem Geld unterstützt hast. Ich würde auch nach Baden ins Casino fahren, wenns ein anderer für mich bezahlt. Obwohl dieser Vergleich hinkt. Das Problem ist: Hier spielt das Element "Menschlichkeit" mit hinein. Aber das wird geschickt ausgenützt. So wie man ein As genau dann ausspielt, wenns angebracht ist.
Vor jedem habe ich Respekt, der aus rein menschlichen Aspekten diesen Weitgereisten hilft. Es ist eine Sache des Herzens. Deswegen werde ich auch keinen deswegen öffentlich kritisieren oder angreifen, - ich müßte ja bei meiner eigenen Tochter anfangen. Ich habe Respekt vor denen, wie vorhin erwähnt, aber auch Mitleid, weil sie nicht merken, wie sie über die Schiene der Menschlichkeit benutzt werden. Und auch einen gewissen Groll, weil mir nicht einleuchtet, wie man so kurzsichtig sein kann, um das Ende der Fahnenstange nicht zu sehen. Denn das Ganze muss irgendjemand bezahlen, und das sind mit Sicherheit nicht die Politiker.
Also: Ich vertrete meine Meinung, auch in diesem Forum hier, weil ich davon überzeugt bin. Aber ich diskredidiere niemanden, der da anders darüber denkt. Ich schweige einfach dazu. Genauso machen es die meisten. Sie äußern sich nur sehr begrenzt, - weil sie Angst haben, als Nazi bezeichnet zu werden. Daraus zu schließen, dass die meisten für die derzeitige Politik sind, ist ein fataler Irrtum.
Wenn sich jemand nicht richtig ausdrücken kann, dann hält er aus Unsicherheit bereits den Mund. Ich kann mich ausdrücken, - ich mache den Mund auf. Abr das bezieht sich auch auf viele, die sich als "Pro-Flüchtling" sehen. Um auf die Eingangsfrage zu kommen: Kann es sein, dass nur wenige hier den Immigrationsgegnern kontra bieten, weil die meisten der hier gebrachten Argumente stichhaltig sind? Ich lasse das mal als Hypothese im Raum stehen.