Hoffnungslos naive Optimisten

pigbonds, Freitag, 13.11.2015, 18:21 (vor 3732 Tagen) @ mayrobat7146 Views

Ich will nicht mehr Teil des gelben Forums sein, zumindest nicht mehr als
aktiver Schreiber.

Schade, aber eine freiwillige und zu respektierende Entscheidung.

Ich bin ganz sicher kein "Willkommens-Rufer", aber diese rein
pessimistische Zugangsweise, diese xenophobe Ausdrucksweise gegenüber
nahezu allem, was nicht ursprungsdeutsch ist,

Beides hoffnungslos naive Optimisten, die glauben, es gebe einfache
Lösungen.

macht mich zunehmend
depressiv in der Lektüre.

Vielleicht ist es nicht die Lektüre, sondern das Erkennen der Grösse der
Herausforderungen. Einige macht es depressiv, andere werden zynisch oder ignorant.

Jeder noch so menschenverachtende Idiot wird
hier in Schutz genommen und jede noch so krude These verteidigt.


Genauso wenig, wie sich eine Gesellschaft mit Zäunen schützen kann, kann sie
sich mit Meinungsäusserungsverboten schützen. Kann eine Gesellschaft keine
besseren Lösungen mehr präsentieren, dann ist sie hinüber wie saure Milch -
da gibt es nicht mehr viel zu retten.

Alles in
der Systempresse geschriebene muss gelogen sein und man bemerkt
nicht, dass man selbst zur Lügenpresse wird - nur halt auf der anderen
Seite des Grabens. Da kann ich gleich den Spiegel lesen und mir jedes
"doch" als "nicht" umdenken und umgekehrt.

Mit den Medien ist es doch so wie mit der Kirche: lange wurden so ziemlich
alle Geschichten geglaubt. Sobald die Geschichten jedoch nachprüfbar wurden,
wurden auch die Erzähler entzaubert.
Momentan versuchen es die einen Medien mit einer "gekünstelten objektiven
Neutralität", andere versuchen es mit schonungsloser Polarität. Als ganzes
wirken "die Medien" daher unglaubwürdig. Man muss sich zuerst an die neue
Medienrealität gewöhnen. Aus Priestern werden Pfarrer.

Lieber Elli, vielen Dank für die Aufnahme und die aufwändige Moderation.
Bitte lösch meinen Account und lass Dir nicht dieses ursprünglich tolle
Diskussionsportal von einigen Angsthasen im geistigen Schützengraben
versauen.

Wirklich offen und tolerant zu sein, dabei auch Grenzen setzen zu können, bedarf
grosser Anstrengung. Ich schliesse mich dem an das Gelbe gerichteten Dank an.


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