Erfrischend menschlich.
Hallo lieber SUCRAM,
Hallo @Hinterbänkler
Danke für Deine Zeit, auf meinen Beitrag einzugehen. Ich habe ja nicht ohne Grund Deinen Namen gesetzt (vielleicht etwas provokativ, bitte das zu entschuldigen).
Ich will mir auch die Zeit nehmen, auf einige Deiner Kommentare und Gedanken einzugehen.
von mir aus...
Dennoch möchte ich sagen, dass das was ich an @stocksorcerer geschrieben
habe, auf seinen Prämissen aufgebaut habe.
Habe es eher ironisch gemeint, gerade Dich im Zusammenhang zu erwähnen. Aber irgendwie bekommt man Ironie ohne das Smiley-Fähnchen nicht rüber gebracht.
Also: Bin ich in einem Gebiet, wo 'Horden hungriger Gewaltbereiter mir
meinen Garten' plündert, ziehe ich die Konsequenzen.
Das soll heißen: Wenn ich in einem Gebiet bin, wo Horden
hungriger...
Oder würdest Du in so einem Gebiet keine Konsequenzen ziehen?
Klar würde ich...aber ich wollte wirklich keine Rechtfertigung von Dir, das hast Du nicht notwendig.
Wiederum war der eigentliche Schwerpunkt meiner Aussage an @stocksorcerer
ungefähr: Empörungsmodus = Opferhaltung = falsch eingesetzte Energie =
Stress = Unfreiheit im Denken...
Das hatte ich verstanden und gehe mit Dir d'accord.
Aber sicherlich kann ich meine Haltung nicht von meinem Glauben
, nicht von meinen Abneigungen und nicht von meinen
Visionen trennen.
Ich glaube nun mal, dass mit der aktuellen Agenda der Anfang vom
Ende eingeleitet wurde.
Genauer: ich glaube , dass 911 der Startschuss war.
Seither ändert sich alles, was uns bisher lieb war und woran wir
festhalten wollten.
Ich sehe hier im Gelben Forum fast nur Leute, die das Gewohnte festhalten
wollen, ich zum Teil einschließend.
Du bist vielleicht eine der wenigen Ausnahmen, aber warst Du am 11.
September 2001 auch schon Ausnahme?
Nein, überhaupt nicht. Vielleicht schon immer skeptisch und ein wenig rebellisch. Aber sonst, recht konform.
Um Ausnahme zu werden, war auch für einige das Debitismus-Studium
hilfreich.
Unter anderem ja. Aber vor allem PCM, viel Quer-lesen und die vielen klugen Leute hier im Forum. Manchmal hätte ich mir gewünscht, es wäre auf Englisch und es hätte eine globale Reichweite. Was hätte daraus erwachsen können. Und wir hätten heute nicht diesen Fokus auf spießbürgerliche Diskussionen über deutsche Befindlichkeiten. Somit bleibt das Wissen und die ganzen Erkenntnisse, die eigentlich die ganze Zivilisation was angeht, im Gelben begraben und wird inzestuös von uns selbst immer und immer wieder nur hin und hergewendet.
Ich hab das nicht so intensiv studiert, sondern eher 'mitbekommen'.
Ich hab aber seit damals relativ konsequent mich aus dem Gebiet, wo
möglicherweise Horden hungriger... zurückgezogen und nach praktischen
Lebensalternativen gesucht.
DAS hast Du den meisten, mich eingeschlossen, voraus. (Wo ist der Smiley mit dem "Hut ab"?)
Ja, ich habe mich bewusst ausgegrenzt.
Manchmal etwas übertrieben, aber das pendelt sich ja ein.
So stecke ich noch auf der geistig/gedanklichen Ebene fest. Glaube mir, meinen Respekt hast Du.
Ich bin auch ganz subjektiv islamischem Gedankengut weil extrem
patriarchalisch abgeneigt, verabscheue es geradezu.
Warum soll ich die gesteuert ankommenden Weltenwanderer begrüßen, wenn
ich ihre Denk- und Lebensweise einfach nicht mag?
Das ist ja die Krux. Ich will die auch nicht als Nachbar. Ich habe das Thema leider sogar bei mir in der Familie. Da kannst Du nichts machen.
Andererseits sind sie nun mal da, und sie werden nicht freiwillig wieder gehen, ohne dass sich in ihren Ländern was ändert.
Ich habe drei der Länder besucht, aus denen die Flüchtlinge kommen: Eritrea, Somalia und Äthiopien. Und das war noch vor der grossen Flüchtlingswellen. Es ist der Wahnsinn!
Die Leute kommen nicht aus Reiselust hierher, glaub mir das. Entweder die haben eine Perspektive in ihrem Land, in der freien Welt oder die schließen sich den Radikalen an, so einfach.
Vergiss die Länder (Äthiopien hat vielleicht eher noch Chancen). Die sind kaputt. Da kann der Konstantin noch so schöne Gärtner-Ideen haben (nicht ironisch oder sarkastisch gemeint), die lassen sich einfach derzeit nicht umsetzen.
Also, die kommen, so oder so, entweder als lebende Bombe oder wir/ihr versucht das Beste daraus zu machen. Und die Merkel hat in einem Versagt: Nämlich die Aufnahme ordentlich zu organisieren. Auch wenn die nichts bekommen würden, keinen Cent, wären die da.
Warum soll ich die anderen Befürworter der patriarchalischen Lebensweise
(z. B. Christen, Staatsapologeten...) begrüßen, wenn ich ihre Lebensweise
einfach nicht mag?
Ja, das ist doch auch nur Propaganda, Wahlkampf, was weiss ich. Ich begrüsse sie auch nicht.
Es gefällt mir, dass Du die Spießbürger beider Religionen als
weitgehend identisch siehst.
Früher hab ich das in einem Forum mal so ausgedrückt:
"Wenn ich an jene denke, sehe ich immer als Bild unsere moslemischen
Brüder in Berlin, mit Vollbart und einem Schwellkörper von
selbstherrlicher Arroganz vor sich hertragend. Und bei unseren christlichen
Freunden ist es leider kein Jota besser. Man braucht nur mal in irgendeine
x-beliebige Gemeinde (jedweder Coleur) am Sonntag gehen. Nur Schwellkörper
unterwegs!"
Aber auf der Straße ist es auch nicht viel besser und als Frau hätte ich
auch keine Lust immer personifizierten Schwellkörpern zu begegnen.
Vielleicht können auch nur die Frauen den Männern den Patriarchatsgedanken austreiben. Potential ist da bei den weiblichen Muslimen. Das weiss ich aus Erfahrung. Da haben es viele satt und wenn die könnten wie sie wollten... Da werden die Männer noch zu tun haben. Also, bei Frauenaufklärung anfangen? Jetzt muss man noch sehen, wie man bei den Typen den Schwellkörper in den Griff bekommt.
Da haben wir doch schon zwei konkrete Aufgaben!
Zudem habe ich einfach keine Lust abzuwarten, wie sich dann langsam alles
in ein, zwei Generationen verschleift?
Und ich sag Dir, dass sich das patriarchalische Denken weit weniger als
die Hautfarbe verschleifen wird.
Ich befürchte, dass Du Recht hast. Aber ohne Geduld wird alles nichts.
Aber ich sag Dir auch, dass ich mir weit mehr Sorgen mache, was diese Endlösungsjungs unter anderem auch hier im Forum so von sich geben. Und ich bleib bei der Phobie als einen gefährlichen Faktor, der uns selbst ausgrenzt und auffrisst und uns den richtig schlimmen Jungs in die Hände spielt.
Zum Glück zerlegt sich gerade das staatliche und patriarchalische
System.
Ich hoffe endgültig, obwohl ich mir da leider auch nicht sicher bin.
Für den Planeten hoffe ich auch endgültig aber unserer Spezies ist ja alles zu zu traun.
Überhaupt gab es auch in unserer Gemeinschaft viele unvorhergesehene,
aber selbstorganisierende(!) Entwicklungen, die den sich ergebenden
Kräften innerhalb und außerhalb entsprechen: Die ursprüngliche
Kerngruppe hat sich aufgelöst, Vorsorge im Sinn von Lebensmittel einlagern
wird praktisch nicht mehr betrieben, Bewaffnung ist nicht mehr im Fokus,
alles ist weniger aufgeregt...
Wir wollen hier uns und den zukünftigen Mitbewohnern einen Raum öffen,
das ein selbstorganisierendes Gemeinschaftssystem etabliert und lebt und
das dann alle Herausforderungen, die sich uns und hier
stellen, annimmt.
Selbstverständlich hoffen wir - selbsterfüllend prophezeit - dass sich
hier gute Energien kumulieren.
Schön beschrieben. Sogar ein wenig poetisch.
Ich habe auch schon über Deinen letzten Aufruf nachgedacht. Ich weiss, dass es unheimlich schwierig ist, aus vormals fremden Menschen ohne Blutsbande eine neue, funktionierende Gemeinschaft zusammen zu zimmern.
Jeder hat da sein Päckchen von Vorbelastungen, Indoktrinierungen und Zivilisationsneurosen. Du wirst viel Geduld brauchen und Durchhaltevermögen. Auch ein gutes Händchen für Mitstreiter.
Ich habe weiter oben den Willen angesprochen. Und wenn alle wirklich das Wollen, bis zur letzten Konsequenz, und alles danach ausrichten und es nicht nur mal cool finden, kann es klappen. Dann hast Du Deinen Schwarm.
Denkst Du wir werden den Ausgang des Experiments (ja, es sollte ja kein Ende geben...das wäre schlecht), also das erfolgreiche Zustandekommen einer natürlichen, autarken Gemeinschaft noch erleben? Oder ist unsere Aufgabe darauf beschränkt, die Weichen zu stellen und den natürlichen Fortgang zu "beschützen" und zu hüten? Ich hoffe, dass es klappt!
Dein polemischer Beitrag liest sich teilweise wirklich ganz nett, aber
genaugenommen unterstützt er ein staatliches System, denn ohne dieses gibt
es nicht diese von Dir erwartete oder gerne selbsterfüllt prophezeite
positive Melange der Kulturen in der Zukunft.
Ja, das tut er in gewisser Weise. Wer soll denn sonst die Karre aus dem Dreck ziehen? Die haben es uns doch erst eingebrockt. Und wer jetzt immer noch Apologet des Staates ist, macht sich direkt mitschuldig.
Es ist meine Suche nach dem kleineren Übel im System. Wäre ich nicht so familiär davon betroffen, würde ich nicht eine Zeile darauf verschwenden, glaub mir das.
Ich fände es jedenfalls unerträglich, wenn wir oder meine Familie irgendwann entweder den braunen Mob oder das schwarze IS-Pack im Garten stehen haben. Und auf einen Polizeistaat habe ich auch absolut keine Lust. Das wollte ich damit sagen.
"Massenphobien, wie sie sich derzeit entwickeln, haben in den wenigsten
Fällen eine rationale Grundlage."
Na ja, aber sie dürften 'artgerecht' und insofern im genetischen Code
verankert sein.
Natürlich bekomme ich Angst wenn mehr als 150 Leute um mich sind.
Ich sage mal zeitnah Angst vor einer unmittelbaren Gefahr zu haben, kann einem ja das Leben retten. Aber allgemeine, irrationale Phobien ist ein Machtinstrument. Wer das steuern kann, kann so einiges erreichen. Und umgekehrt, wer sich darauf einlässt, verliert Kritikfähigkeit und wird zum Zombie. Das wird hier im Forum (will ja nicht sagen immer beabsichtigt oder aus schlechten Vorsätzen heraus) zunehmend zelebriert. Darauf habe ich versucht, aufmerksam zu machen und bin wohl leider kläglich gescheitert. Jetzt "bestätigen" und "beweihräuchern" wir zwei Hanseln uns hier gegenseitig. Ist ja auch mal schön.
Ich habe das Gefühl, dass dieser Beitrag in sich nicht ganz aufbauend und
stringent ist, aber ich schicke ihn jetzt mal los.
Ach, egal. Er war aber erfrischend menschlich.
Danke und Gruß
Hinterbänkler
Dank auch an Dich.
--
"Den Staat (oder irgendwas anderes) zu bekämpfen macht ihn nur stärker.
Willst Du den äußeren Staat erschüttern, dann erschüttere den Staat in Dir." (@Konstantin)