Preparedness - ein paar Gedanken dazu
Hallo Nitram,
ich denke Du wirfst mit Deinem Beitrag zweifellos einen wichtigen Aspekt
der herrschenden Zustände auf und jeder, der mit offenen Augen durch das
Leben geht, wird sich früher oder später die Frage stellen, welche
persönlichen Vorbereitungen sinnvoll sind, um im Falle des SHTF nicht mit
heruntergelassenen Hosen dazustehen.
Im Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis gehen meiner eigenen Erfahrung
nach die Ansichten über entsprechende Vorbereitungen um bis zu 180 Grad
auseinander und manch einem fehlt dafür grundsätzlich jedes Verständnis.
Seit 2008 setze ich mich mit dieser Thematik intensiv auseinander; mein
persönliches Ziel möglichst unabhängig zu werden steht hierbei im
Vordergrund. Gewiss erreiche auch ich keine vollkommene Unabhängigkeit vom
System, was limitierenden Faktoren wie Geld, Familie und Job zu "verdanken"
ist.
Das ganze Thema Survival&Preparedness - um es einmal so zu nennen - ist
eine Wissenschaft für sich selbst und die daraus entstehende
Unabhängigkeit und Eigenständigkeit ist im Laufe der Zeit vielen Menschen
abhanden gekommen, da sich unser Lebensstil geändert hat. Waren in
früherer Zeit noch Fertigkeiten wie Einkochen und Konservieren weit
verbreitet, so ist dies jüngeren Menschen vielleicht noch bekannt, aber
kaum einer beherrscht es mehr, da es in Folge von Zeit- und
Interessenmangel in die Belanglosigkeit abgedrängt wurde.
Aspekte wie Kommunikation in einer Krise mittels Funk, wie von
Vorschreibern erwähnt, waren früher (in Zeiten vor Mobilfunk und
Internet) ein gerne gepflegtes Hobby und heute (leider) ein Relikt
vergangener Tage, bis auf einige Individualisten mit AFU-Lizenz.
Um meine Ausführungen auf den Punkt zu bringen:
Wer unabhängiger werden mag, sollte sich zunächst an jenen Szenarien
orientieren, deren Eintrittswahrscheinlichkeit am plausibelsten sind, d.h.
Engpässe in der Versorgung mit Wasser, Strom, Nahrungsmitteln und sich
diesbezüglich wappnen, was z.B. einen haltbaren Wasservorrat für ein oder
mehrere Monate betrifft, Nahrung die länger haltbar ist einbezieht und
entsprechende Koch- und Wärmequellen nebst Licht (Taschenlampe mit
gängigen Batterien, Benzin oder Petroleumleuchten, eine zuverlässige
Heizquelle wie ein Holz-/Kohleofen oder Petroleumofen). Damit hat man schon
gegenüber 80% der Ottonormalbevölkerung einen unschlagbaren Vorteil.
Alles andere diskutiert und erforscht man meiner bescheidenen Meinung nach
besser in spezialisierten Foren, da das Thema den Rahmen des Gelben
todsicher sprengt.
Foren hierzu:
http://www.survivalforum.ch/forum/forum.php
http://www.ofsg.de/
http://www.bushcraft-deutschland.de/
http://www.bushcraftportal.net/index.php?page=Portal
Nützliche Literatur:
Das
grosse Buch der Überlebenstechniken
Gruppenbildung sehe ich persönlich als einen sinnvollen Aspekt an; aus
eigener Erfahrung rate ich jedoch zur Vorsicht, denn die Definition TEAM
wird allzuoft als Einladung zu
Toll
Ein
Anderer
Machts
uminterpretiert.
Wer auch immer sich motiviert fühlt zu "preppen" tut gut daran erst
einmal die eigene Familie und in zweiter Linie ECHTE Freunde zu einer
funktionierendenen Gemeinschaft zusammenzuschließen, bevor man sich in das
Wagnis begibt mit anderen etwas auf die Beine zu stellen, was dann im Fall
der Fälle zu einem Desaster in einer Krise wird, denn wer wirklich
überleben will, wird früher oder später auf die Problematik stoßen,
dass schwache Gruppenmitglieder nur mitgeschlieft werden, andere bestimmen
wollen wo und wie es lang, bzw. weiter geht - und meiner bescheidenen
Meinung nach ist nichts fataler als wenn ein guter Gedanke zu einem
weiteren Problem wird, das man nicht gebrauchen kann.
Gruss, Fairlane