Lieber haben als brauchen
Mit dem Führen ergibt die Waffe Sinn, der reine verschlossene Transport
mit Munition in der Hosentasche, ist wohl etwas notwehrpraxisfern.
Das sehe ich nicht so. Ein Sportschütze hat einen Revolver in ca. 2 Sekunden "ausgepackt", geladen (mit Ladehilfe) und in Anschlag gebracht.
Klar muss man das oft üben, bis es wirklich so schnell geht - auch mit verbundenen Augen und hinter dem Rücken.
Es ist machbar und aus meiner Sicht definitiv besser, als "nackt" dazustehen.
Andererseits sollte man sich individuell absolut sicher sein, dass man eine Waffe auch benutzen kann und wird und im Ernstfall nicht von Schock oder Skrupel übermannt wird. In diesem Fall hat man besser gar nichts dabei, was physisch gegen einen verwendet werden könnte.
Pfeffersprays & Co. interessieren mich nicht, daher kann ich nichts dazu sagen. Ich würde vermutlich einen kleinen Elektroschocker bevorzugen, falls ich das Bedürfnis hätte, etwas sofort in der Hand haben zu müssen. Der ist zumindest von der Windrichtung unabhängig und hinterlässt nicht so eine Sauerei, wie ein Messer.
Ich kann dazu nichts aus Erfahrung sagen, da ich eher so ein Typ bin, bei dem die Leute im Dunkeln zügig die Straßenseite wechseln, wenn sie mich kommen sehen. Ich habe mich noch nie von einem Menschen ernsthaft bedroht gefühlt und bevorzuge darüber hinaus das Wort als Waffe.
Praktischerweise, also in Notwehr, vielleicht beim wegrennen:
"Stop, muss erst meinen Koffer öffnen"
vermutlich nicht anwendbar.
Du kannst ja erstmal mit dem hoffentlich soliden Koffer zuschlagen und dann in Ruhe auspacken...
Allgemein sollte man jede Waffe - egal, ob Taschenmesser, Spray, E-Schocker oder Feuerwaffe PERFEKT beherrschen oder besser ganz darauf verzichten.
Das geht nicht ohne intensives und kontinuierliches Training.
Gruß,
Positiv.