Das nenn ich mal eine Antwort!
Hi Azur,
vielen Dank für die umfangreiche Sammlung.
Besonders schön finde ich dieses Zitat
"Nicht eine böswillige, eine rat- und hilflose Bundesregierung kann genügen, das Unwiderrufliche anzuordnen, eine von besessenen Ministern und obrigkeitshörigen Staatssekretären fehlinformierte Regierung, wie wir sie ja schon in Bonn erlebt haben"
aus dem Spiegel von 1966:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46266397.html
Um auf meine Ausgangsfrage zurückzukommen:
Ganz offensichtlich scheint es also eine Möglichkeit zu geben, dass ein wie auch immer gearteter Notstand ausgerufen werden kann und sich Neuwahlen somit erledigen.
Ich finde diesen Aspekt ganz interessant, da ich mich frage, wie lange eine unzufriedene christlich-konservative Wählerschaft eine christlich-konservative Kanzlerin unterstützen möchte, deren politische Entscheidungen sich möglicherweise nicht mehr mit den politischen Erwartungen der Wähler decken.
Ich spüre mittlerweile auch in gemäßigten Kreisen eine gewisse Anspannung in Bezug auf die aktuelle Flüchtlingsthematik. Und ich kann mir gut vorstellen, dass sich das steigert. Wäre aber doch blöd für die Union, wenn die eigenen unzufriedenen Wähler laut Umfragen dann mal richtig konservativ wählen wollen würden...
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Und weil der Mensch ein Mensch ist,
drum braucht er was zu essen, bitte sehr!
Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt,
das schafft kein Essen her.