Die armen Schlucker und der aufrechte Hörstel
Olivia,
Hörstel geht ja auch (noch) nicht so weit, den Staat in zarathustrischer Einsicht vollständig ablehnen und vollständig überwinden zu wollen - von da her fordert er (soweit wie ich es verstehe) lediglich eine "gerechtere" Politik, aber immer noch im staatlichen Rahmen - und von da her wäre es ihm ja wohl legitim, Arbeitslosengeld zu beziehen.
Übrigens war das Stand 2012, wie wikipedia behauptet. Heute Stand 2015 sei er auf dem Meer vor Jemen.
Vielleicht stellen seine Expertenmeinungen u. a. bei Ria Novosti und seine Reise in den Jemen eine Art Nebeneinkünfte dar.
In der Schweiz ist es so geregelt, dass jede Teilzeit- oder Nebeneinkunft den Anspruch auf Arbeitslosengeld vermindert, was die Beitragszahler entspr. entlasten soll.
Übrigens: Wenn ein staatlicher Sendeanstalt (ich glaube in Hörstels Fall wars die ARD) die Hörstelsche Weltsicht und Wahrheit nicht erträgt, er deswegen keine schlaue Arbeit mehr bekommt im bundesweiten Journalisten-Netzwerk, dann muss halt jemand das Nötigste finanzieren - es ist ja nicht der Staat an sich, der Staat organisiert nur die zwangseingetriebenen Mehrwertsteuer-Beiträge z. B. bei jedem Brot- oder Zigarettenkauf eines noch so armen Schluckers.
So gesehen helfen die armen Schlucker dem aufrechten Hörstel.
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Gibt es denn keinen Boden auf dieser absurden Welt? Ich dachte wir wären längst aufgeschlagen. --nereus