Meine Eindrücke von Herrn Hörstel und meine Sympathie für ihn
Tja, ansonsten durchaus geschätzte Schreiberin Bernadette,
tut mir ja leid, daß ich Ihr schönes, selbst erdachtes Bild ein wenig ankratzen mußte, und noch mehr bedauere ich, daß Sie offensichtlich nicht genau lesen bzw. nicht zu verstehen bereit sind. Aber weil Sie es sind, versuche ich es noch mal, meine Eindrücke verständlich zu machen.
Zuvor wiederhole ich, daß ich NullKommaGarNichts aus dem verwendet habe, was ich bei den Gesprächen mit Herrn Hörstel gehört oder gesehen habe - abgesehen davon natürlich, daß dies meinen summarischen Eindruck geprägt hat. Alle genannten Fakten stammen allein aus öffentlichen Quellen. Meine Meinung ist eben diese und daher nicht als Faktum zu bewerten (auch wenn ich selbst das anders sehen mag).
"lässt den Leser glauben, sie meinen es gut mit ihm"
Genau so ist es auch. Auch deswegen hatte ich mit ihm gesprochen - und es wird mit Sicherheit in einiger Zeit auch DESWEGEN zu weiteren Kontakten kommen. Die Zeit ist aber leider noch nicht reif dafür.
"fast an persönliche Verbundenheit glauben"
Die ist in einer gewissen Weise auch gegeben. Wir verstanden uns sofort hervorragend und hatten in fast allen wesentlichen Punkten absoluten Konsens und unsere Gespräche waren von großer gegenseitiger Sympathie geprägt (auch aus anderen, uns zufällig im Gespräch bekannt gewordenen, persönlichen Gründen, die ich hier nicht mal andeuten werde) bis auf einen allerdings wesentlichen Bereich, den er durch seine rosarote Brille gänzlich anders einschätzt als ich. Daß ich ihm dazu ein Dokument vorlegte, das er anerkannte, änderte aber nichts an seiner rosaroten Weltsicht - und es ist absolut menschlich, gegen Fakten, die das eigenen Glaubenssystem ins Wanken bringen könnten, völlig resistent zu bleiben. Das passiert bei Politikern täglich.
Dessen ungeachtet stehe ich zu meiner professionellen Einschätzung, daß seine Naivität und sein Glaube allein an das Gute in allen Menschen ihn viele Realitäten nicht so erkennen lassen, daß er entscheidende Zusammenhänge und Hintergründe erkennt, die er aber besser erkennen und über die er m.E. vorrangig berichten sollte.
"drei Kinder werden hervorgezerrt"
Falsch, denn darüber berichtet er mehrfach selbst öffentlich (siehe YouTube) ebenso wie er (vor einiger Zeit) öffentlich berichtete, daß er auf H4 angewiesen sei, und es gibt zudem Fotos im Netz von H. Hörstel mit seinen Kindern. Ich habe allein bestätigt, daß es diese Kinder gibt. Bitte lesen und verstehen.
"er hat das Herz am rechten Fleck"
Da stimme ich Ihnen zu. Wäre der Anteil von Menschen, wie er einer ist, nur bei 10% hätten wir eine viel bessere Welt. Wären nur 5% der Journaille von seiner Art, hätten wir keine solche Misere mit einer Lügenpresse.
"über sein Privatleben zu urteilen"
Genau das habe ich nicht. Siehe unten. Die Einsichten, die ich in sein Privatleben gewinnen konnte, würde ich hier nicht mal in Andeutungen wiedergeben - abgesehen davon, daß es rein positive waren - was zu bemerken Sie mir hoffentlich noch erlauben.
Umso mehr hat es mich überrascht, daß er so einen (meiner Meinung nach) "Scheiß" macht und das Leben des Vaters seiner Kinder riskiert. Und das würde für jeden anderen genauso gelten und hat nichts mit Hörstel speziell zu tun.
"Familienvaterehre - ehrverletztend etc etc"
Absoluter Quatsch und völlig haltlos!
Dazu: Ich bin selbst Vater, und ich erlaube mir meine eigene und altmodische Einschätzung der Prioritäten, nach denen die Kinder und die Familie VOR ALLEM ANDEREN stehen, und ich schrieb deshalb und stehe dazu:
"Wenn ein Vater von drei kleinen Kindern (lt. eigenen öffentlichen Aussagen von Hörstel, die ich bestätigt fand) sich ohne Not in solche leider sehr reale Lebensgefahr begibt, dann sehe ich einen solchen Einsatz sehr kritisch und ziemlich negativ. Ich meine, daß solchen Abenteuern seine vorrangigen Verpflichtungen gegenüber seinen Kindern und seiner Frau entgegen stehen"
Mein Kernsatz war: "...sehe ich einen solchen Einsatz sehr kritisch und ziemlich negativ"
Daran ist absolut nichts Ehrverletzendes!
Und Sie werden mir doch wohl hoffentlich MEINE eigene Meinung und meine persönliche ethische Beurteilung der Prioritäten zubilligen, die ich klar ausgedrückt habe. Ein Vater kleiner Kinder sollte auch nicht Fallschirmspringen, kein russisches Roulette spielen, nicht Motorradrennen fahren und eine Reihe anderer sehr gefährlicher Dinge nicht tun - allein seinen Kindern zuliebe.
Wenn Sie das anders sehen, ist das zwar Ihr Recht, aber auch Ihr Problem und vielleicht das Ihrer Kinder!
Ansonsten bin ich von Ihnen kritischere, überlegtere und nicht derart rein emotionale Beiträge gewohnt. Vor allem sollten Sie aufmerksamer lesen, bevor Sie sich zu solch einer unbegründeten Emotional-Tirade hergeben.
Aber nun, manchmal menschelt es halt. Paßt scho!
Ein Mitleser