Verstehe mich nicht falsch... VW ist eine tolle Firma. TTIP ist das Thema und das mit Schlangenöl polierte Problem.

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 10:55 (vor 3913 Tagen) @ trosinette4849 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 29.04.2015, 11:40

...freilich können Autos nicht von Mittelständlern gebaut werden. Eine VW ist nötig. Aber bei einer Deutsche Bank, die nach aktueller Nachrichtenlage künftig nur noch Casino spielen will, sieht die Sache vielleicht schon anders aus. Hier wurde Haftung auf den Bürger abgewälzt. Das ist Konzernbankensozialismus. So etwas darf sich die Gesellschaft nicht gefallen lassen. VW ist eine andere Sache.

Meine Einwände zielen vielmehr in die Richtung, dass man die Macht der Konzerne nicht noch stärken muss, durch TTIP. Und den Rest an Sozialer Marktwirtschaft nicht vollends an die US-amerikanisch geprägte Konzernoligarchie verscherbeln muss.

Das ist "fighting the good fight". Gegen TTIP. Nicht gegen VW.

VW mag als Unternehmen eine ganz tolle Nummer zu sein.
TTIP ist als Abkommen hingegen ein mit Schlangenöl poliertes Konzernförderungsabkommen.

Bitte sauber beim Thema bleiben.

Die Kernprobleme, denen entgegengewirkt werden muss, sind aus meiner Sicht:

Machtwirtschaft statt Marktwirtschaft (Prof. Hamer)
Er nennt hier einige konkrete politische Maßnahmen, die möglich und nötig wären, um Konzentrationsprozesse abzufedern, die Marktmechanismen aushebeln (Machtmissbrauch).

Zudem müssen Konzerne dazu gebracht werden, Steuern zu zahlen.

Betrachtet man die 147 Konzerne, die laut ETH Zürich das Wirtschaftsgeschehen und damit weite Teile der Lebenswirklichkeit auf dem ganzen Globus steuern, sieht man, dass ganz in der Mitte des Spinnennetzes Banken sitzen. Das sind diejenigen, die den Bürger entmachten und selbst über alles, auch Krieg oder Frieden entscheiden. (siehe Princeton-Studie, dass die USA keine Demokratie mehr sind, weil die Oligarchen entscheiden.)

Das Ergebnis sieht jeder, der hinblickt:

[image]

Ich plädiere lediglich für Vernunft und Realitätssinn.

Wenn wir bereits in der besten aller Wirtschaftswelten leben würden, wäre TTIP, das Schiedsgerichtsklagen vor US-Privatgerichten mit rotierenden Konzernanwälten (mal Richter, mal Kläger) vorsieht, doch gar nicht nötig, oder?
Außerdem leben wir nicht in der besten aller Wirtschaftswelten. Siehe Hamer. Bitte anhören. Ich erkenne da erhebliche Defizite beim Einordnen von Sachverhalten.

Außerdem stelle ich fest, dass sich Deine Einlasssungen (sorry, ich sieze nicht in Foren, das ist mir zu albern) auf einmal nur darauf beziehen, ob ich "VW verbieten wolle". Das ist ein Mißverständnis oder Rabulistik.
Das Thema ist TTIP.

Gruß, Bernadette


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