Gesprächskultur
Ich hatte Dir geschrieben, was für eine sachliche Diskussion nötig
wäre, nämlich dass Du nicht dieses Konzerneliten-Dummgelaber von wegen
"EU vs. USA" nachplapperst, sondern zur Kenntnis nimmst, dass die Bedenken
in Richtung "Konzerne vs. unterjochte Bürger gehen". Der Ausdruck "mit
Schlangenöl poliertes Konzernförderungsabkommen" trifft TTIP nämlich
viel besser als "Freihandelsabkommen".
Sorry, ich hatte Dich ja schon Mal versucht zu angenehmen Gesprächen zu ermuntern. "Gelabere" und "nachplappern" will ich in einem solchen nicht gesagt bekommen.
...ist es leider nicht möglich, Dich ernst zu nehmen.
Wenn Du mich nicht ernst nehmen willst, dann unterlasse doch einfach eine Antwort. Ich brauche keine.
Du plapperst wie ein Papagei die
Konzernelitenpositionen nach. Wäre mir zu doof, so meine Zeit zu
verbringen.
Dito siehe oben. DU wolltest doch unbedingt meine Position wissen. Bitte verschwende Deine Zeit nicht weiter.
Aber dann muss ich entgegnen: Das nutzt uns Deutschen wiederum
nichts,
denn die großen Deutschen Konzerne sind zu rund 90 Prozent in
US-Besitz.
Von deutschen Aktiengesellschaften sind 64% der Marktkapitalisierung in
ausländischer Hand, das sind aber nicht nur amerikanische Hände. In
der
gesamten EU sind es 40%, in den USA 15%.
Die Zahlen würde ich gerne checken. Das könnte ein Lichtblick sein.
Etwas mit Substanz. Falls ich falsch gelegen habe, räume ich das gerne
ein. Mir geht´s wirklich um Wahrheit. Das nächste mal bitte mit
Quelle... Du hast das sicherlich nicht aus dem Kopf zitiert. Quellen
anzugeben würde die Qualität Deiner Einlassungen anheben.
Du kannst getrost davon ausgehen, dass alle meine Angaben nach Kräften korrekt sind. Quelle hierzu ist ein Artikel in der FAZ vom 15.1.2015 gewesen.
dass aufrechte Typen wie Dirk
Müller keinen Bullshit labern, wenn sie warnen:
Nichts gegen wackere Unternehmer und Medienvielfalt, die
Wahrheitsindustrie gedeiht und braucht natürlich genauso wie die
Bildzeitung entsprechende Aufreger. Nebenbei, Müller verkauft seinen
Namen
jetzt sogar an Fonds, obwohl sein Börsenerfolg eher bescheiden bis
nicht
vorhanden ist.
argumentum ad hominem: Position eines Streitgegners durch einen
Angriff auf persönliche Umstände oder Eigenschaften seiner Person
vornehmen. Wenn inhaltlich keine Argumente vorliegen. Das zählt nicht.
Das ist doch kein Angriff, wenn ich darauf hinweise, dass dieser Mann davon lebt, Einschätzungen zu allem Möglichen abzugeben.
Ich habe den Eindruck, Du solltest dieses Themenfeld Leuten überlassen,
die sich damit auskennen. Du räumst ja selbst Deine Ahnungslosigkeit ein.
Nochmal, ich antwortete auf Deine ausdrückliche Frage. Logik ist wohl nicht Deine starke Seite, muss aber auch nicht.
Da halte ich es mit Max Stirner.
Der hat viel gesagt. So kann keiner wissen, was Du meinst.
Stirner steht für sein Hauptwerk, Der Einzige und sein Eigentum.
Aus der Vorrede:
Ich hab' Mein Sach' auf Nichts geſtellt.
Was ſoll nicht alles Meine Sache ſein! Vor allem die
gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sache der Menſchheit,
der Wahrheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit;
ferner die Sache Meines Volkes, Meines FürÅ¿ten, Meines
Vaterlandes; endlich gar die Sache des Geiſtes und tauſend
andere Sachen. Nur Meine Sache ſoll niemals Meine Sache
ſein.
http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/stirner_einzige_1845?p=13
Für mich ist dieser Austausch eine Enttäuschung. So gerne hätte ich
gute Pro-TTIP-Argumente gehört. Es gibt wohl keine.
Das bedauere ich, aber diese Folgerung ist nicht logisch. Bloß ICH kann Dir die gewünschten weiteren Argumente, außer dem einen, das ich anführte, nicht liefern. Da musst Du Dich an den BDI oder an Minister Gabriel wenden.