Antriebssteigerung kann bei Suizidabsichten nach hinten losgehen, aber Nebenwirkungen sind nicht die Ursachen (mT)

melethron, phase space, Sonntag, 29.03.2015, 23:36 (vor 3941 Tagen) @ sodele9115 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.03.2015, 00:31

Hey sodele,

Die meisten Antidepressiva wirken der starken Antriebslosigkeit einer Depression entgegen. Dies kann am Beginn einer Therapie nach hinten losgehen und der Antrieb kann Suizidabsichten verstärken. Das ist aber nicht der "Grund" im eigentlichen Sinne. Das Problem ist eher, dass das Zeug teilweise ohne richtige psychotherapeutische Betreuung verabreicht wird.

Wenn du Gründe suchen willst, dann such nach den Ursachen der psychischen Erkrankungen:

[image]

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/neue-volkskrankheit-menschen-in-reichen-laend...

http://www.reuters.com/article/2013/10/09/us-income-inequality-idUSBRE99814R20131009


Starke soziale Ungleichgewichte (Herr-Knecht Dialektik) finden in der Neurobiologie eventuell eine Erklärung durch Spiegelneuronen:


Hegels "Herr und Knecht" und "Ich im anderen" aus neurobiologischer Sicht:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3901003/

Anerkennung/Empathie und Depression:
http://www.complejidadsocial.cl/wp-content/uploads/2014/01/Billeke-Boardman-Doraiswamy-...

Narzissmus:
https://www.psychologytoday.com/blog/the-narcissism-epidemic/201308/how-dare-you-say-na...


Antidepressiva (und unsachgemäße) Anwendung sind nur ein Symptom.


EDIT:

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zur ARD‐Reportage „Gefährliche Glückspillen“ vom 18. Februar 2013

Die gehen hauptsächlich auf SSRI ein. Bei SNDRI (worunter auch Ritalin fällt) dürfte die Gefahr höher liegen.

Grüße
melethron

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„It’s the Second Law of Thermodynamics: Sooner or later everything turns to shit.“ - Woody Allen


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