es kütt, wie man es kommen läßt - ODER wie man es MACHT

politicaleconomy, Mittwoch, 18.03.2015, 00:49 (vor 3953 Tagen) @ Mercury3743 Views

Hi Mercury,

eine Diskussion über Debitismus oder Aktivismus ./. "Fatalismus" wollte
ich nicht führen.

Ich schon, denn ich sehe in der resignierten Haltung von Ankawor und anscheinend auch Dir einen Propagandaerfolg der hiesigen Debitisten/Fatalisten, die die Haltung: "TINA" - man kann sowieso nichts machen, "es geht alles dahin" propagieren und damit nicht nur Selbstentmachtung, sondern auch die Entmachtung anderer betreiben.

Dieser Fatalismus der gelben "debitisten" hat mit dem TATSÄCHLICH unwiderlegbaren buchhalterischen Kern des "Kapitalismus" (den allerdings Stützel weitaus kompetenter und schlüssiger beschreibt) nichts zu tun und ist Ideologie/Religion.

Gegen solchen Fatalismus hab ich angeschrieben, seit ich in diesem Forum mitschreibe und -lese (seit ca. 2006, also seit fast 9 Jahren - zunächst als "moneymind").

Es gibt einen Kampf, und es gibt Seiten in diesem Kampf, und die müssen auch benannt werden. Die "Fatalisten" und "Zivilisationsablehner" geben vor, neutral zu sein, aber ihr Handeln spricht eine andere Sprache.

Ihre Propaganda dient den (gegenwärtig) Herrschenden und der Selbstentmachtung - und der Entmachtung anderer, die sie in "TINA", Fatalismus und Rückzug ins Private hineinreden. Politikmüdigkeit zu Erzeugen ist TEIL des Diskurses der Herrschenden: "die Politiker sind an allem schuld, sie sind alle gleich, also nicht mehr wählen gehen, sich nicht um Politik kümmern, nur noch um das eigene Wohl - nicht mehr um VWL, nur noch um den eigenen Betrieb.

Dagegegen wehre ich mich deshalb, weil ich selber jahrelang auf diese Propaganda reingefallen bin. Deswegen auch die Änderung des nicks von "moneymind" zu "politicaleconomy".

Mir ging es nur um die deutliche Hetze, die du - im Gegensatz zu anderen -
zurückgenommen hast. Doch leider hast du nicht wirklich verstanden, sonst
könntest du so nicht schreiben:

Als Beispiel nimm z.B. einfach einen Streikbrecher. Wenn es
Interessenkonflikte zwischen Gruppen gibt, ist das einfach so, daß es
keine "unschuldige" und "neutrale" Position gibt, wenn man einer dieser
Gruppen angehört.


Diese Haltung sagt: Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich. Also "der
Gruppe".

Allerdings bringt es nichts, Streikbrecher auszugrenzen.


Zu spät! Das hast du bereits getan.

Und zurückgenommen, und durch den Hinweis auf positive Alternativen ersetzt, was viel sinnvoller ist.

Wie Du sagst,
macht man damit ja gerade das "divide et impera" mit - auch DAS ist im
Interesse der Herrschenden. Da geb ich Dir völlig recht.


Und um "divide et impera" zu verhindern, werden dann alle in die Reihe
geprügelt? Eingeschüchtert, wohl meinend natürlich? Weil man nicht nicht
Partei sein kann, sagst du jedenfalls?

Ich hab Dir recht gegeben, das kann nicht funktionieren. Daher meine Hinweise auf Alternativen.

Wegen genau dieser Haltung habe ich resigniert. Mit solchen
"Gruppengenossen" kann man gleich beim Herrscher bleiben.

Kann ich verstehen - hab früher mal genauso gefühlt, und jetzt denselben Fehler gemacht.

Ich hätte auch lieber grillen sollen.

Ich hoffe, bei meinen Alternativen sind einige Gedanken dabei, die Dich zum umdenken anregen können.

Grüße.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.