Eben nicht - dadurch, dass Du gedacht, getrauert und geschrieben hast, bist Du einen Schritt weiter.

Silke, Dienstag, 17.03.2015, 23:04 (vor 3954 Tagen) @ Mercury3795 Views
bearbeitet von Silke, Dienstag, 17.03.2015, 23:42

Lieber Mercury,

Der Beobachter ändert das Beobachtete - allein durch seine Beobachtung.
Wenn etwas "kütt", tät ich schon ganz gerne grob wissen wieso "et kütt" und meine Optionen sortieren.

Allein durch die Sortiererei zur rechten Zeit erhöht sich mein Handlungsspielraum in der Zeit.
Ich ändere mein Informationsaufnahmeverhalten, fokussiere auf wichtigere Dinge als die Auswahl meines nächsten Konsumgutes, meiner nächsten Einkommenserhöhung oder meiner nächsten Spaßtour.

Durch das stärkere Beschäftigen mit gelben Denkansätzen und Zusammenhängen trainiere ich und lerne dazu, erfahre mich selbst,
-> werde konkurrenzfähiger als früher,
-> ändere mein Verhalten und meinen Horizont,
-> sehe die Welt um mich herum anders,
-> erhalte Informationen und teils vorverdautes Wissen,
-> verstehe Kommunikationsebenen zwischen den Menschen besser und bekomme eine Ahnung von den dahinter liegenden Gründen.
Aber das Wichtigste ist das Spiegeln untereinander unter ganz anderen Bedingungen als am Arbeitsplatz, in der Familie oder beim Bäcker.
Das kann Dir kein Fernseher, Buch oder Computerprogramm bieten.

Das mag zwar alles recht mühselig sein und oft genug auch frustrierender als ein oberflächlicher Zeitvertreib, der mich früher mehr ausgefüllt hat, aber ich finde es spannender und lebenswerter mit den Bergen und Tälern.

Wer sich den Luxus leisten will agieren zu wollen, wenn andere nur noch reagieren können muss etwas dafür tun.
"Zufall" und "Glück haben" gibt es nicht - das sind Ergebnisse meines Arbeitens an mir und der Welt um mich herum.
Wenn ich meine Hoffnung auf große Wunder herunterschraube, kann ich mich besser (oder überhaupt erst) über kleine Wunder freuen.

Wegen genau dieser Haltung habe ich resigniert. Mit solchen
"Gruppengenossen" kann man gleich beim Herrscher bleiben.

Flucht und Ausweichen ist jederzeit möglich.
Änderung der eigenen Umstände aber auch.
Man darf sich nur nicht entmutigen lassen - dadurch vernichtet man Optionen.

Ich hätte auch lieber grillen sollen.

Kannst Du doch morgen auch noch machen - mit Bekannten oder Fremden...
...vielleicht kommen neue Optionen, gerade weil Du heute die Resignation zugelassen hast.

Liebe Grüße
Silke

PS. Jebsen gibt auch nicht auf, zu tun, was er für richtig hält, wie 2014 in Überlingen - mutig ist das (auch wenn ich einige Aussagen nicht teile).
"Nicht zum willenlosen Mittäter machen lassen"
https://www.youtube.com/watch?v=egDCBMpPUqc


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