Revier und Überlebenskampf...

Hinterbänkler, Schweiz - tief im Emmental, Donnerstag, 10.11.2016, 14:33 (vor 3456 Tagen) @ Kaladhor2048 Views

Jedes Tier - ob Einzelgänger oder Rudel-/Herdentier - besitzt einen
Lebensraum - gemeinhin Revier bezeichnet -, der gegen andere Vertreter der
eigenen Gattung/Rasse verteidigt wird. Es ist schlicht eine natürliche
Notwendigkeit, so zu handeln, denn ansonsten ist der Fortbestand
gefährdet.

Und es bedarf keinerlei Vorstellung von Eigentum oder ähnlich abstrakten
Begriffen. Der eigene Lebensraum ist einfach nur ein Gebiet, wo man sich
selber am besten auskennt, wo man die vorhandenen Fallstricke, Tücken
sowie die Orte, wo Nahrung und Wasser zu finden sind, genauestens kennt.
Das sind unbestreitbare Vorteile im Überlebenskampf. Wer diese Vorteile
nicht verteidigt und sich abnehmen lässt, stirbt aus.

Hallo Kaladhor

Man konnte - beispielsweise! - bei den indigenen Stämmen Nordamerikas sehr gut beobachten, dass sie keinerlei Reviere verteidigt hatten.
Im Gegenteil, man hatte auch schon in der vorkolonialen Zeit Gatherings und dergleichen durchgeführt (...selbstverständlich auch um im Genpool zu baden).

Nirgendwo ist erkennbar, auf welche Weise ein paläolithischer Mensch sein Revier abgesteckt haben soll - etwa durch Duftmarken, Zäune oder Grenzmarken?

Zudem ist das Bild des 'Überlebenkampfs' schon längst aus der wissenschaftlichen Evolutionsvorstellung gestrichen.
Der animistische paläolithische Mensch hat keinen Überlebenskampf für seine Art geführt.

Ergänzend...

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'


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