Ich habe auch Hochachtung

Fabio ⌂, München, Dienstag, 11.10.2016, 12:17 (vor 3484 Tagen) @ Gaby3554 Views

Moin,

ich ziehe meinen Hut vor Leuten, die ihre eigenen Standpunkte so
reflektieren und das offen in so klaren Worten aussprechen. Hätten wir
mehr davon, könnten wir Probleme wirklich lösen. HUT AB! Der Text ist
noch viel länger als die hier einkopierten Zitate.

Ich kann mich dem nur anschließen und verstehe nicht, wieso das einigen auch schon wieder nicht recht ist. Klar, eine gewisse Genugtuung kann ich absolut nachvollziehen, obwohl ich mich selbst nicht als "rechts" betrachte und dieses Forum auch nicht zuletzt deswegen verlassen habe, weil mir die vulgäre Deutschtümelei hier nicht gefällt (bitte auf eigene Verantwortung triggern lassen, ich habe keinen speziellen Autor vor Augen).
Der Autor öffnet sicher nicht unbewusst breite Flanken und ich finde es wenig souverän und ritterlich, dann genau darauf einzutreten, so sehr ich den Impuls dazu zunächst selber empfunden habe, auch wenn ich bislang eher selten als Nazi oder Rechtspopulist bezeichnet wurde, auch von linken Freunden nicht (hmm, woran könnte das eigtl. liegen? Ein "Gutmensch" bin ich ja eigtl. auch nicht?).

Einige Reaktionen (nicht hier, damit sich ja keiner getriggered fühlt) in den sozialen Netzwerken lassen mich aber daran zweifeln, ob mir Deutschland so viel angenehmer wäre, wenn die Deutungshoheit und der Mainstream tatsächlich wie überall nur nicht hier gewünscht in die national-konservative Richtung driften würde. Ja, die AfD (als Bsp) wird unmöglich behandelt und ich verteidige zumindest meine Bekannten, die mit denen sympathisieren, gegen Verleumdungen, Unterstellungen und Beleidigungen und ja, der "Mainstream" (vor allem ARD + ZDF) hat den Bogen z.T. echt überspannt. Aber muss man wirklich mit gleicher Münze zurückschlagen und damit nicht besser sein, als der Gegner (siehe das Publikums-Gepöbel gegen SPD Stegner bei der Podiumsdiskussion die gerade rumgereicht wird und Stegner will ich eigtl. echt nicht auch noch verteidigen müssen)?

Anderes Bsp:
Es sieht doch wirklich so aus, als hätten syrische Flüchtlinge den Terroristen da gefasst.
Was lese ich (wieder: überall nur nicht hier): aus der Luft gegriffene Vermutungen, das sei alles nur erfunden, weil wir ja so schlimm manipuliert werden. Es darf einfach nicht sein, dass ein Flüchtling mal irgendwas richtig macht (bei Syrern darf man ja noch Flüchtling sagen oder muss ich da auch illegaler Einwanderer sagen, damit ich ja nicht manipuliere?).

Persönlich fände ich eine Diskussion mit dem Verfasser des verlinkten Textes spannender, als mit manchem vulgären national-konservativen Holzkopf, der immer nur glaubt was er glauben will und mir einredet, dass ich in Bälde muslimisiert werde (again, niemand hier im Forum ist damit gemeint).

So, jetzt verzieh ich mich wieder, obwohl ich von Steemit auch ganz schön ernüchtert bin und mir meine damalige Begeisterung ganz schön albern vorkommt (Feuer frei für die "Haha, habe ich doch gleich gesagt" Brigade).

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“We are on strike against the dogma that the pursuit of one’s happiness is evil. We are on strike against the doctrine that life is guilt." John Galt

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