Immobilien
Wenn ich viel Geld hätte und wüsste nicht, wohin damit, würde ich es vermutlich auch in Immobilien anlegen. Aber trotzdem sollte man bei der Gelegenheit mal wieder darüber nachdenken, welche negativen sozialen Auswirkungen das Eigentum an Grund und Boden im Allgemeinen hat.
Ich mache mich damit bei einem Teil natürlich wieder unbeliebt, aber die soziale Realität darf man nicht ausblenden.
In Deutschland haben ca. 40 % der Bevölkerung ein Eigenheim, das sie selbst bewohnen. 60 % der Menschen besitzen kein Grundeigentum, sondern wohnen zur Miete. Das entsprechende Eigentum an diesen Wohnungen und den dazu gehörigen Grundstücken gehört etwa einem Zehntel der Bevölkerung. Das bedeutet:
„Sämtliche Miet- und Pachteinnahmen in Deutschland fließen auf die Konten von etwa 10 % aller deutschen Haushalte. 90 % – neun Zehntel aller Mitbürger! – bekommen keine Miet- oder Pachteinnahmen, sondern zahlen diese entweder in direkter Form (Mietwohnung) oder indirekter Form (Miete oder Pacht, die z. B. der Bäcker zahlt, wird auf den Brot- oder Semmelpreis umgelegt, verteuert also Brot oder Semmel).
Diese Miet- und Pachtzahlungen, für die die Bezieher nicht zu arbeiten brauchen, sind nicht nur ungerecht (sie fließen auf die Konten der wohlhabendsten 10 % der Haushalte), unsozial (die „unteren“ 90 % der Bevölkerung, also fast alle, zahlen an die Wohlhabendsten), sondern auch gefährlich, da sie zu steigender Ungleichverteilung und damit mittelfristig einer Wirtschaftskrise führen“
Wer sich unvoreingenommen mal genauer damit befassen will, siehe hier.