PCM's first law: Gibt es Nachschuldner, geht es weiter, bis es nicht mehr geht.
Lieber el_mar,
Billige Energieträger sind wie billige Menschen, Pflanzen,Tiere und die tragische Allmende ... gute Nachschuldner.
Pflanzen, Tiere und Sklaven wurden verbraucht, riesige Wälder abgeholzt und Wale verbrannt.
Als die Städte im Rauch der Kohle und im Pferdemist versanken, hat noch keiner an The Magic of the Atom gedacht.
Drake, Rockefeller, Nobel und Konsorten verschafften Zeit und jede Menge Müll für die nächsten Generationen.
Nun werden weltweit trotz ein paar Störfällen zu den schon bestehenden über 300 AKW's noch über 100 weitere geplant.
Das ist bei weltweit über 16 Tds. Atomsprengköpfen , von denen hin und wieder mal einer nicht nur abschreckt., aber auch ziemlich egal.
Da ist der Kleinreaktor für den Hausgebrauch nur folgerichtig gedacht, wenn er wieder 8-10 Jahre Zeit erkauft.
"Toshiba sagt, der Reaktor wird für weniger als 5 Cent pro kWh Strom herstellen."
Also vergiss das dreckige Erdöl und den ineffektiven Erneuerbare-Energien- Müll.
Der Anteil der Energie, die im Öl steckt, um es zu fördern, zu
verarbeiten und zu verteilen steigt ständig. Bis zu dem Punkt, an dem der
Grenznutzen negativ wird.
Der Grenznutzen war von Anfang an negativ wenn wir ehrlich und umfassend bilanziert hätten.
Das ist im Debitismus immer und überall so und nennt sich Vorfinanzierungslücke.
Warum entstanden denn organisiert gewalttätige, zwingende Zentralinstanzen?
Weil Psychopathen aus ihren Löchern gekrochen kamen und die Macht an sich rissen?
Nein, weil Zeit=Energie gewonnen werden musste, wo keine Zeit mehr auf natürliche Art zu haben war.
Die Pflanze gewinnt Zeit, indem sie Anorganisches und Sonne nutzt.
Der Pflanzenfresser gewinnt Zeit, indem er den Pflanzen ihre Zeit nimmt.
Das Raubtier gewinnt Zeit, indem es anderen Tieren ihre Lebens- und Reproduktionszeit raubt.
"Es wird versucht, aktuelle Probleme zu lösen, indem die Kosten im Wesentlichen auf die Zukunft verschoben werden."
Tainter
Dazu gehört auch unsere Strategie der Kostenverschiebung nach "weit weit weg" in den letzten Jahrtausenden (von den ersten hauptberuflich kriegerischen Stämmen zu den Kolonialreichen).
Heute klopft halt das elende Erbe in Gestalt Zivilisierter von innen und der Immigranten und Bettler von außen an unsere Türen bzw. sie zerstören weltweit mit unserer Hilfe in ihrer Armut ihre Umwelt, die uns im geschlossenen System Erde dann auch einhüllt.
Uwe Wesel hat kurz und gut geschrieben was für Menschen natürlich ist:
Verwandschaft, Egalität und positive Reziprozität.
"Man findet sie in allen frühen Gemeinschaften".
Zentralinstanzen sind Mangelverwalter (nicht -Beseitiger) die heute Zeit auf Kosten von morgen kaufen.
Ohne Knappheit zum Termin, ohne Unstillbarkeit von Hunger, Durst, Frieren, Schutzlosigkeit und Liebebedürftigkeit entstehen sie nicht.
Eskimos, Schoschonen, Yamana, Mbuti, !Kung, Hadzda, Walbiri und viele andere kennen und brauchten keine ZI's obwohl ihre Bilanzen nur wenig Spielräume für Schwankungen zulassen.
Sind Zentralinstanzen erst einmal am Wirken, werfen sie Anker in allen Mitgliedern der Gesellschaft und korrumpieren sie.
Insofern ist das Schwarmbild von @Zara nicht so schlecht.
Trotzdem ist das Bild der mächtigen entpersonalisierten Zentralinstanz und der ohnmächtigen Masse von Individualisten von @Ashitaka treffender, zumal er klar herausgearbeitet hat, dass bei der Zerschlagung der Segmente die Masse entsteht, von denen die einen mehr und die anderen weniger die, die ganze Gesellschaft durchdringende, Zentralinstanz stützen, stärken und nutzen.
Existiert eine Zentralinstanz wird uns die Energie nicht ausgehen, egal wie unsere von Anfang an unsinnigen (da viel zu kurz greifenden) Bilanzen den Sachverhalt darstellen mögen, denn auch Bilanzen unterliegen der Macht der ZI's.
Wir bilanzieren menschenzentriert und viel zu kurzfristig mit Privatisierung von Nutzen und Abwälzen der Nachteile auf die Allgemeinheit auf der Erde.
Blöd ist nur, das verdrecktes Wasser, verschmutzte Luft, verstahlter Boden und verrohte Menschen früher oder später auch die über enge Zeiträume Profitierenden des Wahnsinns einholen, und wenn nicht sie, dann ihre Kinder, Enkel und Urenkel.
Nicht die sinkenden Öl-und Gasreserven sind das Problem sondern die Vorfinanzierung der Nutzbarmachung.
Die Überschuldung der Gesellschaft ist wegen der Notwendigkeit exponentieller Nachschuldneraquirierung oder geordneter Schuldenausbuchung das Kernproblem bei offiziell über 200 Bio. $ weltweiter Verschuldung.
Historischer Ausgangspunkt ist hierbei der Aufschuldungszwang der Zentralinstanzen, der mit jeder neuen Runde schlagender wird.
Kurzum:
"Der Kapitalismus ist ein System, das funktioniert, solange es funktioniert."
Durch die wachsende Komplexität und die Kosten der
vorhandenen
Infrastruktur und des vielen unnötigen Firlefanz (einmal durchs
Fersehprogrtamm zappen) sinkt der Preis, der für das Öl bezahlt werden
kann.
Kann?
Du hast das Problem, lieber el_mar, dass du noch keine richtige Diktatur erlebt hast, wie unsere Großeltern.
Die sind jubelnd in den größten Krieg der Menschheit gezogen.
Das werden wir nach den Regeln des Debitismus toppen müssen bei einer Weltbevölkerung von +/- 7 Mrd. Menschen.
Schulden erzwingen ihre Ausbuchung, wenn die Nachschuldnersuche stockt.
Die Demokratie ist eine "Diktatur im Wartestand".
Unsere Gesellschaft fußt seit Anbeginn und bis heute auf Zwang, Zwang und nochmals Zwang.
Da werden du und ich in Zukunft können was wir müssen.
Liebe Grüße
Silke