Wie organisieren viele Firmen die Putzdienste? Auslagern an "ausländische Firmen".
Ich kann mich gut erinnern, dass vor einigen Jahren Wachmänner vor den
Supermärkten platziert wurden. Das war aber nur eine kurze Periode, die
WachmännerInnen verschwanden mit der Mindestlohn-Debatte wieder
schlagartig.
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Vor Jahren habe ich anlässlich der Vermietung einer Wohnung eine denkwürdige Beobachtung gemacht. Es kam eine kleine, dicke, nicht sehr gepflegte, aber resolute Frau mittleren Alters und ausländischer Herkunft. Sie war sehr gut bei Kasse und suchte das als "Zweitwohnsitz" neben ihrem Haus. Auf meine Frage, was sie mache, antwortete sie: Sie hätte ein Reinigungsunternehmen und holt sich die Leute immer für kurze Zeit aus dem Ausland (abgerechnet vermutlich unter dem € 400-Gesetz). Die meisten können dann kein Deutsch und kennen die Gesetze hier nicht. Auf diese Art und Weise ist SIE in der Lage, sehr KOSTENGÜNSTIG anzubieten und die FIRMEN (große) für die sie arbeitet, bekommen einen sehr guten Preis und machen sich die Hände nicht schmutzig.
Die Gesetze, die werden offenbar nur für die Mittelschicht gemacht.
Unterschicht und "Oberschicht" sind die egal. Die einen, weil bei denen eh nix zu holen ist, die anderen, weil sie alle möglichen "Lücken" benutzen.
Als der "Boom" noch nicht vorhanden war, verkaufte ich eine Wohnung an eine Griechin. Ich hatte die Nase übervoll von Mietern und wollte mich nicht weiter von ihnen abhängig machen, da sie meine Existenz bedrohen konnten. Die Verhandlungen gestalteten sich "schwierig". Ständig irgendwelche Ausnahmen. Bei einem Wortgefecht erklärte mir die Dame dann, dass sie mehr als die doppelte Miete erzielen würde. Bei meinem letzten Besuch in der Wohnung sah ich dann, wie. Sehr simpel: Ausländer, die kein Deutsch sprachen, die Mietgesetze nicht kannten und die keinen Mietvertrag benötigten, denn einen Mietvertrag (wie abgesprochen) wollte sie mir nicht vorlegen. Das Geschäft wurde abgeschlossen. Ich denke, sie hat sich in den Jahren seither eine goldene Nase verdient. Ich hätte vermutlich einen Prozeß nach dem anderen am Halse gehabt, hätte ich das Gleiche getan.
Man muss sich auf eine Welt einstellen, die sich sehr wandelt. Das einzige was Einzelpersonen bleibt, ist zu schauen, wie man den Bulldozern so weit aus dem Weg gehen kann, dass sie einen nicht zu Brei stampfen.
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