Eine wissenschaftliche Streitfrage und ein Nebenschauplatz der die Grundaussage nicht berührt (+Edit)

Phoenix5, Sonntag, 24.04.2016, 14:51 (vor 3580 Tagen) @ SevenSamurai3818 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 24.04.2016, 15:16

Pfluges (ab ca. 7000 v. Chr.) wird die "matriarchale" (=

matrilineare und

matrifokale) Gesellschaftsform (= egalitär, akephal, segmentär,
solidarische Produktion) durch eine patriarchale (=

hierarchisch,

Befehlsgewalt, kollektivistisch) ersetzt,


Ist das eine sichere, wissenschaftliche Erkenntnis oder feministische
Propaganda?

Ersetze bzw. definiere "Matriarchat" (das nie Frauenherrschaft war, deshalb immer die Anführungszeichen) durch/als: "akephal, egalitär, segmentär, gegenwartsbezogend lebend, archaisch/magisch - in Analogien denkend, stark vom Unbewussten getrieben, ahistorisch, instinktiv und rituell in das zyklische Wesen der Natur und die Stammestradition eingebunden" und du hast eine wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis, die auch heute noch bei den wenigen existierenden Jäger/Sammler-Stämmen beobachtet werden kann. Ob diese Gemeinschaften zusätzlich immer zwingend matrilinear, matrilokal und matrifokal waren, wie Gerhard Bott behauptet (dem ich persönlich in seiner Argumentationskette folge), ist meines Erachtens für die psychoanalytische Entschlüsselung der Menschheitsgeschichte nicht so immens wichtig. Wichtig ist, dass Befehlsgewalt und Hierarchie fehlten und es einen starken rituellen Bezug zu Mutter Natur gab, d.h. die Menschen ordneten sich ihr unter, während sie heute den Menschen untergeordnet wird.

Beste Grüße
Phoenix5


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