Sondervermögen für die Rente - Gute Idee

Echo, Donnerstag, 21.04.2016, 21:45 (vor 3584 Tagen) @ Dirk-MV2361 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 21.04.2016, 22:12

Das Thema haben wir kürzlich schon angerissen. Es muss jedoch nicht immer offshore sein. Ähnliche Möglichkeiten gibt es sehr günstig sogar innerhalb Deutschlands (kombiniert mit ausländischem Broker wären die Thesaurierungen zumindest innerhalb jedes Kalenderjahres vorerst ohne Abgeltungssteuer - Quellensteuer wird natürlich dennoch abgezogen). Wenn man Glück hat, bleibt's im Jahresabschluss sogar unterhalb der Steuerfreibeträge der jur. Person (Vorsicht, man muss laut Hinweis von Schissbux angeblich unterschieden zwischen reiner passiver Vermögensverwaltung und Trading als Hauptzweck der Gesellschaft, wenn es um Abgeltungssteuer/Buchgewinne etc geht). Doch um Schenkungssteuer zu umgehen, sollte man schon ein wenig planend vorgehen, denn man darf nicht einfach so Gelder hin und her schieben; das kann auf beiden Seiten Folgen haben.

Da sich die Gesetzgebung und Lebensumstände (Pflegefall, Auswandern, ...) ständig ändern können, ist der spätere Erfolg dieser Modelle zwar etwas ungewiss (man denke nur mal an Zypern). Für den Fall jedoch, dass eigenes Vermögen in Zukunft auf die Rente angerechnet wird, kann es sehr sinnvoll sein, so einen - ich nenne es - "personal Trust" zu gründen, der vom Privatvermögen offiziell losgelöst ist, man faktisch jedoch weiterhin darüber verfügen kann. Ich habe das Konzept derzeit in Erprobung. Ist meiner Meinung nach ideal für moderate monatliche Sparraten in jungen Jahren - und das alles nahezu pfändungssicher (ggf. 10-Jahresfrist bei Schenkungen beachten). Wenn man's selber managt, liegen die Gründungskosten bei rund 100€ und die jährliche Verwaltung ist kostenlos. Offenlegungspflichten gibt es - abgesehen von der jährlichen Steuererklärung - nicht. Das ist für den kleinen Mann wahrscheinlich sinnvoller als die sündhaft teuren Offshore-Gründungsagenturen (jene kosten ~100€/Monat? Bei mindestens genauso ungewissen Staatsstreichen wie in der hiesigen BRD). Die Großen machen es übrigens genauso. Man munkelt, dass Guido W. rund 100 Briefkastendinger ins Leben gerufen habe, vermutlich um seine Einkünfte zu verschleiern (später, nach der Dienstzeit kann man die sich die Gelder unter Berücksichtigung des persönlichen Steuersatzes relativ ungefährlich auszahlen lassen; erst recht, wenn man auswandert).

Zum ursprünglichen Thread
Werde dann in 40 Jahren schreiben, ob es geklappt hat. Ich hoffe, ich kann mir mittels der juristischen Person die alten Rechte sichern (man denke nur mal an Aktien aus der Prä-Abgeltungssteuer-Ära, die sind auch heute noch steuerfrei!). TTIP macht's vor, dass man als Firma meist besser aufgestellt ist denn als Privatperson.


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