Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll

helmut-1, Siebenbürgen, Donnerstag, 21.04.2016, 12:03 (vor 3583 Tagen) @ Ikonoklast4583 Views

Ich gehöre zu den Leuten, denen die Arbeit Spaß macht. Ich habe damals zwischen zwei Neigungen gewählt, - eine habe ich zum Beruf gemacht, die andere ist Hobby geblieben. Nachdem ich gestern mein 50-jähriges Berufsjubiläum hatte, (da habe ich den Lehrvertrag unterschrieben und mit der Lehre begonnen) und immer noch mit Freude in meinem Beruf arbeite, so denke ich, dass ich richtig gewählt habe.

Natürlich habe ich nichts dagegen, wenn man früher in Rente geht. Was für mich nicht heißt, die Hände in den Schoß zu legen, - weil dann könnte man mich innerhalb kurzer Zeit begraben. Es ist für mich ein angenehmes zusätzliches Einkommen. Wenn sich dieser Zeitraum dieses zusätzlichen Einkommens nun hinausschiebt, dann ist das für mich ärgerlich, weil ich mit den Penunzen gerechnet habe, -aber nicht mehr.

Deshalb fällt die Welt für mich nicht zusammen, ohnehin werde ich gemäß unserer Familientradition erst mit 70 anfangen, kürzer zu treten. Niemand von uns hat vor 70 mit der aktiven Arbeit aufgehört. Aber in unsere Familie sind alle sehr alt geworden.

Das Problem ist ein anderes, - nämlich die Zwangsversicherung. Man kann es Solidarsystem nennen,wenn man darin Vorteile sieht. Sollte man aber zum Typ Mensch gehören, der in jeder Situation in der Lage ist, Arbeit zu finden und so etwas wie die AlV nie in Anspruch nehmen wird, der von seiner Ernährung und genetischen Voraussetzung her sich nicht mit Krankheiten auseinandersetzen will und es auch nicht wird (Unfälle ausgenommen), und der die Möglichkeiten hat, sich ein sicheres Altersbrot durch richtige Investitionen zu erwerben (damit meine ich mit Sicherheit keine Aktien), der wird jedes Monat verärgert auf seine Abzühge schauen.

In diesem Falle hat der Betroffen jedes Recht, auf Schäuble und seine Vorschläge sauer zu sein. Ich bin nicht sauer, - ich hab mich schon Anfang der 80er Jahre ausgeklinkt, als ich den Braten gerochen habe. Kann aber heute nicht mehr jeder, so wie er will. Da liegt der Hund begraben. Man wird gezwungen, nach der Pfeife zu tanzen. Nach Schäubles Pfeife und der des Arbeitsministers ("die Renten sind sicher")


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