ich glaube wir sind durch.

siggi, Mittwoch, 17.02.2016, 03:52 (vor 3648 Tagen) @ helmut-12866 Views

Hallo Helmut,

na ja,- da haben wir nun schon die meisten Unterschiedlichkeiten
bereinigt. Zwei Punkte habe ich noch:

Buchwerbung:

Finde ich legitim. Warum: Ich bewundere zwar die Aktivität von Frau
Sabatina, - aber ich habe deshalb noch keinen einzigen Cent für ihre
Organisation gespendet. Es gibt viele Einrichtungen, die auf Unterstützung
angewiesen sind und die sehen müssen, wie sie zurecht kommen. Ein Buch ist
da schon eine Einnahmequelle, die ich als sinnvoll empfinde.

Natürlich, völlig legitim. Gehört aber eben zum Gesamtbild auch dazu.

Würde ich jede Einrichtung, die sinnvolle Aufgaben wahrnimmt, finanziell
unterstützen, dann würde das meine finanziellen Möglichkeiten
übersteigen. Zumal ich selbst an einem Projekt arbeite, wofür ich auf
Betteltour gehen muß. Berufsausbildung im dualen System interessiert hier
keinen, auch nicht das zuständige Ministerium, und schon gar nicht die
dafür in Frage kommenden Betriebe.

Mein erstes Buch habe ich an Freunde und Bekannte verschenkt, mein
zweites, das derzeit in Arbeit ist, werde ich schon verkaufen und den
Gewinn in mein Ausbildungsprojekt stecken, - obwohl es sich um ein
politisches Buch handelt und mit der Ausbildungsgeschichte gar nichts zu
tun hat.

Drück dir die Daumen, dass viel dabei rein kommt und Respekt vor deinem Engagement.

Das zweite:

Die Frage ist doch, ob wir, zufällig in einer anderen Kultur
geborenen, uns anmaßen sollten, diese oft tausendjährigen Sitten und
Gebräuche zu verurteilen. Steht uns das zu?

Da hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Das unterschreibe ich sofort.

Warum:
Wir hatten bis zum Ende des letzten Jahrhunderts Regierungen in den
arabischen Ländern, bei denen die Regierungschefs teilweise selbst von den
USA inthronisiert oder zumindest unterstützt und hofiert wurden. Aus
reinem Machtinteresse sowie aus Gründen der Sicherung der
Rohstoffresourcen war es Ziel der USA, diese Länder zu destabilisieren und
für sich zu vereinnahmen. Dazu waren alle Mittel recht, auch die Lügen
(Hussein - Massenvernichtungswaffen).

Ich beziehe mich aber auf das, womit oftmals im Westen diese
Angriffskriege gerechtfertigt wurden, wie man das oftmals auch an die
Europäer verkauft hatte. Da war in vielen Fällen das Wort "Demokratie"
sowie "Menschenrechte" im Einsatz. Natürlich verwendete man das nur als
Vorwand.

Denn: Mit welchem Recht maßen wir uns an, in Länder, in denen
jahrtausende alte Kulturen herrschen, unsere zweifelhafte Errungenschaft
"Demokratie" einzurichten, die letztlich keinen Nutzen, sondern nur Chaos
über die Bevölkerung gebracht hat. Die Folgen in Form der vielen
Immigranten haben die Europäer nun auszubaden.

Der richtigere Weg wäre gewesen, diese Völker samt ihren Regenten in
Ruhe zu lassen, und eventuell über Wirtschaftsbeziehungen in gemäßigter
Form Einfluß auszuüben. Niemals kann es einen Vorteil für ein Volk
bringen, wenn man von außen versucht, Veränderungen im entsprechenden
Land zu erreichen. Wenn das Volk die bestehenden Verhältnisse ablehnt,
dann wird es von innen heraus eine Veränderung herbeiführen, sei es in
gemäßigter Form oder in einer Revolution.

Das aber, was von innen heraus initiiert wird, hat letztlich Bestand, weil
es im Land selbst "geboren" und nicht von außen aufgepfropft wurde.
Beispiele dafür gibt es auf der ganzen Welt. Auch Negativbeispiele in
Verbindung mit den USA, der NATO und den selbsternannten "Koalitionen der
Willigen".

Was heißt das für mich im Zusammenhang mit den Zwangsverheiratungen:

Laßt die Völker in ihren Ländern leben, wie sie es gewohnt sind. Wenn
sie aber meinen, unbedingt ihren Mittelpunkt der Lebensinteressen in der
westlichen Hemisphäre zu stabilisieren, dann sollen sie sich gefälligst
an die hier geltenden Regeln halten. Wenn ich umgekehrt in ein arabisches
Land gehe, dann muß ich mich dort genauso anpassen, oder ich bekomme dort
erhebliche Schwierigkeiten.

Deshalb lehne ich Vorgehensweisen wie Zwangsverheiratungen, den
respektlosen Umgang mit Frauen (Köln-Silvester), und ähnliche Dinge in
Europa strikt ab und wehre mich dagegen, so etwas hier zu akzeptieren. Ich
lehne diese Einstellungen auch in den Herkunftsländern der Immigranten ab,
werde aber mit Sicherheit nichts unternehmen, um dort die Zustände zu
ändern. Dafür fehlt mir die Kompetenz und außerdem die Möglichkeit.

Völlige Übereinstimmung:-)

LG

siggi


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